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Ungarn: Keine Grenzöffnung für frierende Migranten

Ein Flüchtling in Belgrad an einem Zaun an der Grenze zu Ungarn. Tausende afghanische und pakistanische Flüchtlinge sind seit Monaten in der serbischen Hauptstadt gestrandet. Foto: Danilo Balducci Ein Flüchtling in Belgrad an einem Zaun an der Grenze zu Ungarn. Tausende afghanische und pakistanische Flüchtlinge sind seit Monaten in der serbischen Hauptstadt gestrandet. Foto: Danilo Balducci
Berlin. 

Ungarn hält nichts von einer Grenzöffnung für Migranten, die bei Eiseskälte in Serbien ausharren. Um schnell Hilfe zu bekommen, sollten sich die Menschen in Serbien registrieren lassen und in die dortigen Unterkünfte gehen, sagte Außenminister Péter Szijjártó der „Welt”.

„Das wollen viele aber nicht, weil sie später in einem anderen Land Asyl beantragen wollen.” Es sei jedoch kein grundlegendes Menschenrecht, „dass Menschenmassen durch sichere Länder marschieren und auswählen, in welchem Land sie leben möchten”.

Ungarn habe in dieser Frage immer einen klaren Standpunkt vertreten. „Wir lassen keine illegale Weiterreise durch

unser Land zu”, sagte der Außenminister dem Blatt.

Der Politiker kritisierte zugleich den Plan Deutschlands, die Grenzkontrollen im Schengen-Raum über den Februar hinaus zu verlängern. „Mein Wunsch wäre, dass Deutschland die Kontrollen nicht verlängert. Aber dazu müssten alle betroffenen Länder die EU-Außengrenzen so schützen wie wir.” Wenn Schengen sterbe, dann sterbe die offene Wirtschaft, unter anderem wegen langer Wartezeiten für Lastwagen mit Wirtschaftsgütern.

Ungarn hat sich unter dem rechts-nationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban mit Zäunen, Rückschiebungen und anderen restriktiven Maßnahmen gegen Flüchtlinge weitgehend abgeschottet.

Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen halten sich in Serbien laut inoffiziellen Informationen der dortigen Behörden mehr als 8.500 Migranten auf. In den Aufnahmezentren des Landes sind laut offiziellen Angaben 6.000 Plätze verfügbar, davon aber nur 3.140 winterfeste.

(dpa)
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