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Unter einer Bedingung: Schwule dürfen nun auch Blut spenden

Eine Krankenschwester mit Vollblutbeutel und ein geschlossenes Blutspende-Einwegsystem. Foto: Marijan Murat/Archiv Eine Krankenschwester mit Vollblutbeutel und ein geschlossenes Blutspende-Einwegsystem.
Berlin. 

Schwule Männer dürfen künftig dann Blut spenden, wenn sie ein Jahr lang keinen Sex mit anderen Männern hatten. Das geht aus der neuen Richtlinie für das Blutspenden hervor, die die Bundesärztekammer (BÄK) in Berlin veröffentlichte.

Eine Zulassung zur Blutspende ist danach zwölf Monate nach Beendigung des sexuellen Risikoverhaltens (Sex eines Mannes mit einem anderen Mann) möglich, da es „nicht zu einer Erhöhung des Risikos für die Empfänger von Blut und Blutprodukten” führt.

Die neue Richtlinie setze sich über die Erkenntnisse der Wissenschaft hinweg, erklärte Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland. „Das Bestreben, Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), weiterhin dauerhaft von der Blutspende auszuschließen, hat über die Wissenschaft gesiegt.”

Die Beratung der neuen Hämotherapie-Richtlinie habe sich sieben Jahre lang hingezogen. An ihr seien viele hochkarätige Wissenschaftler und das Bundesgesundheitsministerium beteiligt gewesen. „Das Papier ist gleichwohl - zumindest im Hinblick auf MSM - wissenschaftlich nicht haltbar.”

(dpa)
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