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Wagenknecht will weiter um AfD-Sympathisanten werben

„Öffentliche Angriffe auf Spitzenpolitiker der eigenen Partei sind schlechter Stil und nicht hilfreich - wir sollten das nicht fortsetzen”, sagt die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke. Foto: Bernd von Jutrczenka „Öffentliche Angriffe auf Spitzenpolitiker der eigenen Partei sind schlechter Stil und nicht hilfreich - wir sollten das nicht fortsetzen”, sagt die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke. Foto: Bernd von Jutrczenka
Berlin. 

Trotz heftiger Kritik der Parteispitze will die Linke-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht im Wahlkampf weiter um frustrierte AfD-Sympathisanten werben. „Ich will die erreichen, die aus Verärgerung und Frust über die herrschende Politik darüber nachdenken, der AfD ihre Stimme zu geben.”

Das sagte Wagenknecht der „Stuttgarter Zeitung” und den „Stuttgarter Nachrichten”. Wagenknecht kritisierte die jüngste Zurechtweisung durch Parteichef Bernd Riexinger. „Öffentliche Angriffe auf Spitzenpolitiker der eigenen Partei, zumal mit unwahren Behauptungen, sind schlechter Stil und nicht hilfreich - wir sollten das nicht fortsetzen.”

Wagenknecht hatte Kanzlerin Angela Merkel mitverantwortlich für den Berliner Terroranschlag gemacht - unter anderem wegen „der unkontrollierten Grenzöffnung”. Riexinger forderte seine Parteikollegin auf, das nicht mehr zu sagen. Nun erwiderte Wagenknecht: „Der einmalige humanitäre Akt gegenüber den in Ungarn gestrandeten Flüchtlingen war richtig.” Das Problem sei die chaotische Situation hinterher gewesen. Riexinger machte im ARD-„Morgenmagazin” deutlich, dass auch er Wechselwähler, die der AfD ihre Stimme gegeben haben, zurückgewinnen wolle.

Der frühere Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi rief seine Partei zur Mäßigung in der Steuerdebatte auf. Laut Programmentwurf, der am Samstag in Berlin präsentiert werden soll, soll es eine Reichensteuer in zwei Stufen geben: 60 Prozent ab rund 260 000 Euro Einkommen und 75 Prozent ab einer Million Euro. Der heutige Abgeordnete Gysi sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Ich kenne diese Steuermärchen. Die hat auch schon Frankreichs Präsident Hollande erzählt und ist damit gescheitert. Das wirkt radikal, bringt aber nichts.”

(dpa)
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