E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

Bienensterben: Was Hobbygärtner tun können, um die Art zu schützen

Apfelbaum, Sonnenblume, Lavendel und Wilder Wein: Wer diese Pflanzen im Garten hat, hilft den Bienen.
Eine Biene im Anflug auf eine Blüte Foto: Thomas Warnack Eine Biene im Anflug auf eine Blüte
Frankfurt. 

Hobbygärtner können den Bienen Gutes tun. Welche Pflanzen sich für Bienen im Garten anbieten: Man spricht hier von Bienenweiden oder Bienennährgehölzen – unter diesen Bezeichnungen finden sich oft entsprechende Pflanzen im Handel. Aufgrund des steigenden Interesses und der Diskussionen zum Bienensterben kennzeichnen viele Händler Pflanzen auch mit Bienen-Symbolen.

  Unter den Bäumen bieten sich der Feldahorn, die Linde, die Kastanie oder die Stieleiche an, erläutert der Bund deutscher Baumschulen. Aber auch Apfelbäume werden von Honig- und Wildbienen sowie Hummeln gerne angesteuert.

Ein Biene saugt Nektar aus der Blüte eines Löwenzahns. Nicht umsonst gibt es das Adjektiv „bienenfleißig“: Die Tiere sind in der Landwirtschaft für 85 Prozent der Erträge verantwortlich, und zwar durch das Bestäuben von Pflanzen.
Insektensterben Schwere Zeiten für die Biene

Das Verbot von drei Pflanzenschutzmittel durch die EU, die Bienen gefährden, wird an der bedrohlichen Lage der Nutzinsekten nichts ändern. Da sind sich Imker und Bienenexperten sicher. Eine Expertin nennt Gegenmaßnahmen.

clearing

  Was es für die Beete gibt: Die Bandbreite ist groß – viele Zwiebelblumen, Bodendecker und Stauden bieten Bienen Nahrung. Der Deutsche Imkerbund zählt Schneeglöckchen, Krokus, Leberblümchen, Gänsekresse, Lungenkraut, Silberwurz und Steinkraut auf. Auch das Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Goldnessel, die Fetthenne, Ziermohn und Kugeldistel gehören in die Liste bienenfreundlicher Gewächse, genauso wie Sonnenhut, Lavendel und Beinwell.

  Wer Kletterpflanzen sucht, sollte zu Wildem Wein, Klematis oder Efeu greifen. Und unter den Blühpflanzen gehören die beliebten Malven, Sonnenblumen und etwa Herbstanemone dazu.

  Was sich auf dem Balkon tun lässt: Neben vielen Beetpflanzen, die sich auch im Topf ziehen lassen, kann schon ein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon Bienen fördern. Der Deutsche Imkerbund rät zu Thymian, Ysop, Schnittlauch, Salbei, Weinraute, Zitronenmelisse und Bärlauch. Die Tierschutzorganisation Peta empfiehlt auf größeren Balkonen, Wildblumenmischung auszusäen, die es im Fachhandel gibt. Sie sind ein Landeplatz für Insekten – ein hübscher dazu.

  Welche Erkennungsmerkmale für Bienenpflanzen es gibt: Es sind oftmals nicht die prächtigsten Blüten. Denn die Insekten können nicht immer bis in ihr Innerstes und bis zum Nektar vordringen, wenn die Blütenblätter besonders dicht sind – man spricht dann von gefüllten Blüten. Daher rät der Verband Wohneigentum, lieber zu einfach blühenden Pflanzen zu greifen. Auch sollte man auf sterile Blüten verzichten – dazu gehören etwa Forsythien, Hortensien und Geranien. All diese hochgezüchtete Pflanzenformen produzieren keine oder weniger Pollen und Nektar, erklären die Experten. Die einfach blühenden Wildformen, die es von vielen Pflanzenarten im Handel gibt, sind für die Insekten wesentlich wertvoller.

  Was Hobbygärtner noch tun können: Auf Pestizide verzichten. Peta rät außerdem dazu, auf natürliche Dünger zurückzugreifen. Insektenhotels, die wie kleine Setzkästen aussehen, bieten Unterschlupf und Nisthilfe für viele Tiere, darunter Wildbienen.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Politik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen