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Razzia auch in Hessen: Wohnung im Marburg im Visier der Soko "Schwarzer Block"

In insgesamt acht Bundesländern durchsuchte heute Morgen die Polizei Wohnungen von Personen, die an den gewaltsamen Aussschreitungen in Hamburg während des G-20-Gipfels diesen Sommer beteiligt gewesen sein sollen. Auch eine Wohnung in Marburg war dabei. Mit der Razzia will die Polizei vor allem Strukturen aufdecken.
Foto: dpa

Am frühen Dienstagmorgen wurden bundesweit Wohungen von Personen durchsucht, die mit den gewalttätigen Ausschreitungen während des G-20-Gipfels in Hamburg in Zusammenhang stehen sollen. Auch eine Wohnung in Marburg war dabei.

Strukturen aufhellen

Ingesamt wurden bundesweit 22 Wohnungen durchsucht. Dabei hat die Polizei 26 Notebooks, beziehungsweise Computer, 35 Smartphones und jede Menge USB-Sticks und weitere Speichermedien beschlagnahmt. Bei den polizeilichen Hausdurchsuchungen ging es laut dem Hamburger Polizeisprecher Timo Zill vor allem darum, die Strukturen hinter den gewalttätigen Protesten in Hamburg aufzuhellen.

Keine Festnahmen

Festnahmen gab es keine, da die Tatverdächtigen alle einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Allerdings wird allen Tatverdächtigen, deren Wohnungen heute durchsucht wurden, Landfriedensbruch in besonderes schweren Fall vorgeworfen. Sie sollen Teil des sogenannten schwarzen Blocks gewesen sein, aus dem heraus am 7. Juni 2017 Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei geworfen wurden. Auch für Zerstörung von Straßen und Zäunen soll die Gruppierung verantwortlich sein.

Druckluftpistole und Baumsäge

Bei den Hausdurchsuchungen stellte die Polizei Gegenstände sicher, die nun waffenrechtlich geprüft werden, so Jan Hieber, der Leitende Ermittler der SOKO "Schwarzer Block", die die Razzia durchgeführt hat. Unter anderem eine Druckluftpistole mit Stahlkugeln, eine Armbrust mit Pfeilen, mehrere Messer sowie eine Baumsäge.

Auswertung wird Monate dauern

Die Auswertung der sichergestellten Speichermedien werde mehrere Monate dauern, so Chefermittler Hieber. Noch vor Weihnachten soll eine Öffentlichkeitsfahnung bei der Identifikationen der Personen helfen, die der Polizei namentlich noch nicht bekannt sind. Vom 26 gewaltbereiten Protestteilnehmern fehlt noch jede Spur. (ror)

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