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Regionale Politiker zu Schulz' Plänen: „Martin Schulz wäre auch ein guter Kanzler-Kandidat“

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz will seine Zelte in Brüssel abbrechen und sucht neue politische Herausforderungen in Berlin. Was halten seine Genossen in der Region davon? Diese Zeitung hat einmal nachgefragt und interessante Antworten bekommen.
Der SPD-Europapolitiker Martin Schulz (SPD) will den Vorsitz des EU-Parlaments abgeben und in die Bundespolitik wechseln. Foto: Bernd Thissen/Archiv Der SPD-Europapolitiker Martin Schulz (SPD) will den Vorsitz des EU-Parlaments abgeben und in die Bundespolitik wechseln. Foto: Bernd Thissen/Archiv
Frankfurt. 

„Prinzipiell ist das seine Entscheidung. Um den Deutschen das europäische Projekt näher zu bringen, ist das aber eine gute Entscheidung. Martin Schulz repräsentiert ein Europa der Teilhabe und des Zusammenhalts“, sagt Kaweh Mansoori, Bezirksvorsitzender der Jungsozialisten Hessen Süd.

Für den Regionalchef der SPD-Jugendorganisation könnte die Entscheidung von Schulz auch mit der Kanzlersuche innerhalb der SPD zu tun haben. „Einige glauben das“, sagt Mansoori. Aber da habe Sigmar Gabriel als Parteivorsitzender das Erst-Zugriffsrecht. „Martin Schulz ist ja kein einfacher Bundestagsabgeordneter, sondern eine Persönlichkeit, die man auf internationalem Parkett kennt und respektiert“, so der Juso-Chef. Hans-Georg Brum ist Bürgermeister in Oberursel und ist ebenfalls von den Qualitäten seines Genossen überzeugt. „Schulz ist ein starker Vorsitzender des EU-Parlaments. Er hat die Dinge in schwierigen Zeiten gut zusammengehalten“, sagt der Rathauschef. Brum ist sich sicher, dass Schulz „Außenpolitik kann“. Aber nicht nur das. Brum kann sich auch vorstellen, dass der EU-Parlamentspräsident ein „guter Kanzlerkandidat“ wäre. „Er ist integrativ und von der Politik nicht verbraucht“, sagt Brum.

Für den Wehrheimer Helmut Bruns, ehemaliger Geschäftsführer der SPD im Hochtaunuskreis, ist der Wechsel von Schulz in die deutsche Politik „keine Überraschung“. Bruns ist davon überzeugt, dass Schulz ein guter Außenminister werden könnte. Beim Thema Kanzlerkandidat setzt das Wehrheimer SPD-Urgestein ganz klar auf Gabriel. Der sollte seine Option auf die Kanzlerkandidatur wahrnehmen und nicht Schulz den Vortritt lassen. Darüber hinaus empfiehlt Bruns SPD-Chef Gabriel seinen Job als Wirtschaftsminister aufzugeben, um sich auf den Wahlkampf zu konzentrieren.

(hin, mov)
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