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DGB-Chef Sommer: 8,50 Euro Mindestlohn muss immer gelten

Bei der Hauptveranstaltung in Bremen wird der scheidende DGB-Chef Michael Sommer einen seiner letzten großen Auftritte haben. Foto: Rainer Jensen Bei der Hauptveranstaltung in Bremen wird der scheidende DGB-Chef Michael Sommer einen seiner letzten großen Auftritte haben. Foto: Rainer Jensen
Bremen. 

DGB-Chef Michael Sommer hat bei der zentralen Mai-Kundgebung der Gewerkschaften jede Ausnahme vom Mindestlohn abgelehnt. «Keine einzige Stunde Arbeit in Deutschland darf schlechter bezahlt werden als 8,50 Euro», forderte er vor mehreren Tausend Menschen am Donnerstag in Bremen.

Es dürfe keine Ausnahmen wegen des Alters oder Geschlechts, der Herkunft oder der sozialen Lage geben. «Ich warne die große Koalition», rief Sommer. Diese Frage sei für den DGB der Test, ob die Koalition es ernst meine mit mehr sozialer Gerechtigkeit. Sommer hielt in Bremen seine letzte Mai-Rede als DGB-Vorsitzender. Nach zwölf Jahren im Amt tritt er beim Gewerkschaftstag in diesem Monat in Berlin nicht wieder an.

Sommer kritisierte den Umgang der europäischen Regierungen mit der Krise der vergangenen Jahre scharf. Die Lasten seien Arbeitnehmern und Rentnern aufgebürdet worden. Ein Beispiel für ein gebrochenes Versprechen sei die immer noch nicht eingeführte Finanztransaktionssteuer. «Heute müssen wir verbittert feststellen, wir sind belogen und betrogen worden.» Sommer sprach von einem erbärmlichen Einknicken vor der Macht des Kapitals. Er forderte die Menschen auf, zur Europawahl zu gehen, weil es das Ziel der Gewerkschaften bleibe, die Vereinigte Staaten von Europa zu schaffen.

(dpa)
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