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Nemzows letztes Interview: „Tödliche” Ukraine-Politik

Der nun ermordete Boris Nemzow auf einer Aufnahme vom November 2013. Nemzow galt als Kritiker von Präsident Putin. Foto: Jacek Turczyk Der nun ermordete Boris Nemzow auf einer Aufnahme vom November 2013. Nemzow galt als Kritiker von Präsident Putin. Foto: Jacek Turczyk
Moskau. 

Nur wenige Stunden vor seiner Ermordung hatte der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow seine scharfe Kritik an Kremlchef Wladimir Putin bekräftigt.

„Der gewichtigste Grund der Krise ist, dass Putin eine sinnlos aggressive, für unser Land und für viele Bürger tödliche Politik des Krieges gegen die Ukraine begonnen hat”, sagte der 55-Jährige dem regierungskritischen Radiosender Echo Moskwy in seinem wohl letzten Interview. Die Anwesenheit russischer Truppen im Donbass nannte er „bewiesen”. Der Kreml bestreitet dies.

„Um das Land in Ordnung zu bringen und die Krise zu bewältigen, sind wirkliche politische Reformen erforderlich”, forderte Nemzow in dem Gespräch, dessen Wortlaut der Sender am Samstag in Schriftform veröffentlichte. Konkret seien etwa ehrliche Wahlen ohne Behinderung der Opposition nötig. „Die Zensur muss beendet werden, um diese elende Lügenpropaganda zu stoppen, die der russischen Bevölkerung den Verstand verdreht hat”, sagte der ehemalige Vizeregierungschef.

(dpa)
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