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Seehofer: keine Schützenhilfe für FDP

Seehofers CSU hat in Bayern die absolute Mehrheit geholt und verschafft der Kanzlerin Rückenwind für den 22. September. Foto: Inga Kjer Seehofers CSU hat in Bayern die absolute Mehrheit geholt und verschafft der Kanzlerin Rückenwind für den 22. September. Foto: Inga Kjer
München.  In der Schlussphase des Bundestagswahlkampfs will die CSU der vom Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bedrohten FDP keinerlei Schützenhilfe leisten. Parteichef Horst Seehofer schloss am Montag einen bayerischen Zweitstimmen-Appell für die FDP aus: «Es gibt keine Leihstimmen.» Ziel bleibe die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Die FDP habe auch in Bayern ein «riesiges Wählerpotenzial». «Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe, die muss die FDP bewältigen.»

   Attackieren will die CSU bis zum Sonntag vor allem die Grünen: «Die Grünen waren immer mein Hauptgegner», sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Spekulationen über eine große Koalition von Union und SPD stoßen in der CSU auf Ablehnung. Schwarz-Gelb bleibe die «Wunschkoalition», betonte Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU), die ihren Berliner Kabinettsposten aufgeben wird, um in München ein herausgehobenes Amt zu besetzen. «Wir stehen inhaltlich sehr viel näher bei der FDP», sagte auch der CSU-Wirtschaftspolitiker Hans Michelbach.

   Bei der bayerischen Landtagswahl hatte die CSU am Vorabend mit 47,7 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Sitze geholt, die FDP verpasste mit 3,3 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag. In Bayern stehen nun die Regierungsbildung und die Neubesetzung der CSU-Fraktionsspitze an. Seehofer hat sämtliche Entscheidungen auf die kommende Woche verschoben, um Unruhe in der Partei zu vermeiden. Der Parteichef ließ CSU-intern wissen, dass alle mit seinem Zorn zu rechnen hätten, die sich an Personalspekulationen beteiligen.
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