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UN brechen Sitzung von Syrien-Gruppe aus Protest ab

„Nicht ein einziger Hilfskonvois hat seit einem Monat eines der belagerten Gebiete erreichen können”, sagte De Mistura. Foto: Salvatore di Nolfi „Nicht ein einziger Hilfskonvois hat seit einem Monat eines der belagerten Gebiete erreichen können”, sagte De Mistura. Foto: Salvatore di Nolfi
Genf. 

Mit einer symbolischen Protestaktion hat der Syrien-Beauftragte der UN eine Unterbrechung der Kämpfe in Syrien zur Versorgung Notleidender gefordert.

Nach nur acht Minuten erklärte Staffan de Mistura in Genf eine Sitzung der UN-Arbeitsgruppe für die humanitäre Hilfe in Syrien für vorzeitig beendet.

Damit werde die UN-Forderung nach freiem Zugang für Helfer zu Hunderttausenden notleidenden Menschen in umkämpften Städten und Regionen betont, erklärte De Mistura. Die zeitweilige „Suspendierung” der Arbeitsgruppe sei mit Blick auf den Welttag der humanitären Hilfe an diesem Freitag (19.8.) erfolgt.

„Nicht ein einziger Hilfskonvois hat seit einem Monat eines der belagerten Gebiete erreichen können”, sagte De Mistura vor Reportern. Beratungen humanitärer Experten machten wenig Sinn, wenn es „keine Aktionen” vor Ort gebe, die Zugang zu Notleidenden ermöglichen. Die Konfliktgegner würden offenbar „nur noch kämpfen wollen”. Zugleich bekräftigte De Mistura die UN-Forderung nach einer mindestens 48-stündigen Waffenruhe für die umkämpfte Stadt Aleppo.

(dpa)
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