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Beim Traditionsrennen richtig Gas gegeben

Das zweite Stadtteilfest "Gallus gibt GasT" war ein Wettkampf unter heißen Favoriten: Es blieb spannend, wer von den 23 Suppenteams und 18 Lastradrennfahrer am Ende die Nase vorne hat.
Fuhren mit ihren Lasträdern um die Wette: Rolf Beinert, Arne Steiger und Christian May. Foto: Rainer Rüffer Fuhren mit ihren Lasträdern um die Wette: Rolf Beinert, Arne Steiger und Christian May. Foto: Rainer Rüffer

. Aus wieviel Einzelteilen besteht ein Lastrad? Gute Frage, dachte sich Rolf Beinert, als er sein Drei-Gang-Gefährt im Abstellraum fand. "Es müssen so um die 180 sein. Ich habe mir bei Zweirad Ganzert noch ein paar Teile besorgt, um meinen klapprigen Haufen noch rechtzeitig zum Starttag fitzumachen." Auch Christian May, der beim ersten Stadtteilfest mit historischem Radrennen vor zwei Jahren den zweiten Platz belegte, hat dort etwas nachgeholfen – nämlich mit einem Ritzel auf der Hinterradachse zur schnelleren Übersetzung, wie Juniorchef Alexander Bürger verriet.

Auch Giuseppe di Luca und Arne Steiger, der sogar hauptberuflich als Radkurier arbeitet, wollten es wissen und gingen vor der Haupttribüne an der Quäkerwiese an den Start. Sehr streng waren die Startbedingungen nicht beim zweiten historischen Radrennen. Denn bei der Organisation des Festes ging es dem Quartiersmanagement, dem Stadtplanungsamt und der Geschichtswerkstatt Gallus weniger um ein striktes Wettkampfreglement, sondern um die Fortführung einer Tradition des Radfahrervereins Adler aus den 1950er Jahren, wenn auch zeitlich etwas angepasst. So starteten zu sonnigem Muttertagswetter schon am Vormittag rund 50 Jugendliche zu zwei Jugendradrennen.

Schon bald konnten einige Mütter stolz sein auf ihre Sieger, die erst einmal Hunger hatten. Nur gut, dass inzwischen 23 Suppen aus ihren Töpfen dampften. Von Frankfurter Würstchen bis zu exotischen Einlagen war auf den Tellern alles zu finden – besonders fleißige Suppenteams hatten bereits am Samstag vorgekocht.

Derweil zeigte Seniorchef Günter Bürger die eigens aufgebaute historische Ausstellung von Zweirad Ganzert: Mit Freunden hat er unter anderem ein Hochrad um 1900 und ein nach Reichskanzler Otto Bismarck benanntes Fahrrad von 1952 zusammengetragen sowie fünf Adler-Räder, die von 1927 bis 57 in den nahe gelegenen Adlerwerken hergestellt wurden. Dann fiel der Startschuss für die 18 Teilnehmer des Lastradrennens: Sechs Runden à 800 Meter galt es über die Friedenskirche, Münsterer- und Sulzbacher Straße zu bestehen – auf die Beladung mit Lasten wurde aus Sicherheitsgründen verzichtet. Dafür setzte sich Siegfried Ullrich ein rotes Teufelchen mit eindeutiger Botschaft auf den Gepäckträger: "Rechts fahren, links wählen."

"Gar nicht so einfach, ein Rad mit Transportkorb zu lenken", fand Beinert. Immerhin schaffte er Rang vier. Mayer und Di Luca wurden erster und zweiter Sieger, auch ohne übermäßiges Training. Weiter hinten fand sich Radkurier Steiger, was er mit "zu viel Büroarbeit" erklärte. Nach den Auftritten der Trommelgruppe Africa Free Drum und der Tanzgruppe Desh aus Bangladesh wurden die Suppensieger prämiert: Rang eins und zwei belegten zwei Teams der Paul-Hindemith-Schule mit leicht pikantem "Chili sin Carne" und cremiger Käse-Lauch-Suppe, Moderator Daniel Rottner von der Jugendwerkstatt Falkenheim schaffte es mit seiner deftigen Frankfurter Worschtsupp auf den dritten Platz.got

(Gernot Gottwals)
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