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Extra: Gutachter nehmen das geplante Kita-Areal auf dem früheren Sarotti-Gelände unter die Lupe

Der Bagger schaufelt fleißig auf dem ehemaligen Sarotti-Gelände. Das bedeutet aber nicht, dass schon mit dem Bau der Kindertagesstätte (Kita) begonnen wird, die für die Quartiersmitte des Neubaugebietes

Der Bagger schaufelt fleißig auf dem ehemaligen Sarotti-Gelände. Das bedeutet aber nicht, dass schon mit dem Bau der Kindertagesstätte (Kita) begonnen wird, die für die Quartiersmitte des Neubaugebietes Schokoladenfabrik ebenso vorgesehen ist wie ein Stadtmuseum im alten Werkstattgebäude der Firma Nestlé (Bildhintergrund). Der Erdaushub wird im Rahmen eines Gutachtens vorgenommen, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, um den Boden zu untersuchen.

Bürgermeisterin Antje Köster (SPD) schrieb jetzt der Initiative Pro-Hattersheim, dass sich das geplante Kita-Grundstück noch nicht in Hattersheimer Besitz befindet. Die Stadt kaufe das Areal erst, wenn der Untergrund sich für einen Kinderspielplatz eignet, so Köster.

Je nachdem, wie das Gutachten ausfällt, könnte es sein, dass Nestlé als Noch-Eigentümer den Boden neu auffüllen muss – dann nämlich, wenn bis zu einem Meter unter der Erde belastendes Material entdeckt worden ist. Als der Bebauungsplan für das Gebiet Schokoladenfabrik erstellt worden war, hatte die umwelttechnische Untersuchung nicht ausgeschlossen, dass sich Schadstoffe im Boden befinden.

Unterdessen lässt Jürgen Hofmann, Initiator der Internetplattform Pro-Hattersheim, in punkto alte Werkstatt nicht locker. Er ist weiterhin der Meinung, dass es für die Stadt sinnvoller sei, in dem bereits vorhandenen Gebäude die Kindertagesstätte unterzubringen, als sie ganz in der Nähe neu zu bauen. Die Stadtverordnetenversammlung hat jedoch im Sommer 2010 beschlossen, in der alten Werkstatt das Stadtmuseum unterzubringen. So lange der Bauantrag nicht gestellt sei, müsse auch an dieser Stelle nach Einsparpotenzialen gesucht werden, findet Hofmann. "Wenn uns das Wasser schon bis zum Hals steht, können wir nicht noch zusätzliches Wasser ins Becken hineinlassen." Bei den politischen Entscheidungsträgern hat er in diesem Punkt jedoch bisher keine Unterstützung gefunden. Kein Wunder: Die jetzigen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung stimmten damals alle für ein Museum im Werkstattgebäude.

Der jetzige Briefwechsel seiner Initiative mit der Stadt ist die Folge von Hofmanns Kritik an dem damaligen Beschluss. In ihrer Antwort teilt Bürgermeisterin Köster ihm mit, dass sich die geschätzten Planungs-, Bau- und Grundstückskosten für die Kindertagesstätte auf 4 Millionen Euro belaufen. Abzüglich eines hälftigen Anteils der anderen Grundstückseigentümer des Baugebietes Schokoladenfabrik und einem Landeszuschuss in Höhe von 300 000 Euro für die neuen Krippenplätzen muss die Stadt noch 1,7 Millionen Euro berappen.

Das ginge viel günstiger, behauptet Hofmann. Es sei fehlerhaft abgewogen worden. Er bezieht sich auf die Beschlussvorlage aus dem Sommer 2010. Ein Stadtplaner hatte dafür ausgerechnet, dass eine Kita in der Werkstatt plus Anbau mindestens 2,6 Millionen Euro koste. Der Betrag schrumpft nach Hofmanns Rechnung bei hälftiger Beteiligung der anderen Grundstück-Besitzer, 1 Million Euro von Nestlé für die Gebäude-Sanierung und den Landeszuschuss auf Null. Es ist jedoch unklar, ob der Deal zwischen Nestlé und der Stadt bei einer anderen Nutzung zustande gekommen wäre und ob nicht noch ein teurer Schallschutz hätte gebaut werden müssen. Für das Stadtmuseum gab es sonst keine Alternative. rem/Foto: Nietner

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