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Gemessen wird in Dezibel

Die Fraport AG ist als Betreiberin des Frankfurter Flughafens dazu gezwungen, den Fluglärm rund um den Airport zu messen. "Wir unterhalten 28 eigene Lärmmessstationen, darunter zwei neue unter der Anfluggrundlinie
Unter dem Dach der Rupps laufen die Messergebnisse ein. DFLD-Sprecher Horst Weise erklärt Hans Jakob Gall und Hausbesitzerin Astrid Rupp die Fluglärm-Kurve. Foto: Reuß Unter dem Dach der Rupps laufen die Messergebnisse ein. DFLD-Sprecher Horst Weise erklärt Hans Jakob Gall und Hausbesitzerin Astrid Rupp die Fluglärm-Kurve. Foto: Reuß

Die Fraport AG ist als Betreiberin des Frankfurter Flughafens dazu gezwungen, den Fluglärm rund um den Airport zu messen. "Wir unterhalten 28 eigene Lärmmessstationen, darunter zwei neue unter der Anfluggrundlinie für die Nordwestbahn", berichtet der Fraport-Fluglärmexperte Mathias Brendle. Für die Aufstellung der Geräte und die Auswertung der Daten gebe es eine DIN-Norm. In der sei zum Beispiel die Standortwahl geregelt.

Der Deutsche Fluglärmdienst (DFLD) wertet die Daten von 120 weiteren Messstationen in der Region aus, 20 Prozent davon würden von Kommunen betrieben, berichtet DFLD-Sprecher Horst Weise.

Fraport und DFLD streiten bisweilen über ihre Messergebnisse. Weise beklagt gar: "Fraport verweigert uns die Zusammenarbeit." Der Flughafen-Experte Brendle relativiert: "Grundsätzlich kommt der Deutsche Fluglärmdienst zu den gleichen Ergebnissen, wenn seine Geräte am gleichen Ort stehen wie unsere und die gleichen Rahmenbedingungen herrschen."

Der Verein habe aber manchmal Probleme mit der Definition von Fluglärmereignissen. Also damit, herauszufiltern, welcher gemessene Lärm tatsächlich von einem Flugzeug stammt. So habe der DFLD auch zu der Zeit Fluglärmereignisse gemessen, als wegen der Aschewolke gar nicht geflogen worden sei. Das habe der Verein dann später selbst korrigiert.

Einig sind sich jedoch alle Messstellenbetreiber über das logarithmische Bewertungsmaß für Fluglärm: Er wird in Dezibel dB/A gemessen. Das A bedeutet nach Hörkurve A und berücksichtige, dass das menschliche Ohr für verschiedene Frequenzen unterschiedlich empfindlich sei.

Auseinandersetzungen gibt es aber oft darüber, ob der äquivalente Dauerschallpegel aussagekräftiger ist für die Lärmbelastung der Menschen oder die Anzahl von Einzelschallereignissen. Der Gesetzgeber habe deshalb bei den Lärmschutzbestimmungen eine Kombination aus beiden Werten zugrunde gelegt, erklärt Brendle. In der Nacht werde zusätzlich zum Dauerschallpegel auf laute Einzelschallereignisse Rücksicht genommen. ch

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