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Gerätehaus in Leichtbauweise

In der Frage, wo, wie und für wie viel Geld das neue Falkensteiner Feuerwehrgerätehaus gebaut werden soll, ist offenbar der Knoten geplatzt.
Feuerwehr Falkenstein.	Foto: jp Feuerwehr Falkenstein. Foto: jp
Königstein. 

Für den Neubau des Falkensteiner Gerätehauses sind offenbar die entscheidenden Weichen gestellt. In der Generalversammlung der vier Kurstadt-Wehren berichtete Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) von einem wenige Tage zuvor geführten Spitzengespräch, in dem die wichtigsten offenen Punkte hätten geklärt werden können. Mit dem Gesprächsergebnis seien alle, auch die Falkensteiner Wehrführung, zufrieden. Dem im Vorfeld der Hauptversammlung nicht ausgeschlossenen Schlagabtausch zum Thema Grundausstattung der Stadtteilwehren nahm diese Ankündigung den Wind aus den Segeln.

"Baustellen" in Sachen Gerätehausbau gibt es bekanntlich viele in Königstein – an allen vier Gerätehausstandorten "brennt" es: Das größte Feuer loderte dabei in Falkenstein, aber auch das Schneidhainer Depot benötigt quasi eine Runderneuerung, in Mammolshain steht es auch nicht gerade zum Besten und selbst im Flaggschiff, dem Hilfeleistungszentrum, herrscht ein großer Investitionsstau.

Helm sagte, Verwaltung und Politik seien sich ihrer Verantwortung beim Brandschutz sehr bewusst und selbstverständlich sei der von der Politik beschlossene Feuerwehrbedarfsplan die Richtschnur, an der man sich trotz finanzieller Engpässe entlanghangeln müsse und auch werde. Der Investitionsbedarf sei enorm, so Helm, "wir alle wissen aber, dass wir tätig werden müssen". Allen Verantwortlichen, auch denen der Feuerwehr, sei jedoch klar, dass mit dem knappen Geld so sparsam und effizient wie möglich hantiert werden müsse. "Architektonische Glanzleistungen" dürften beim Gerätehausbau nicht erwartet werden, es gehe um Zweckmäßigkeit, nicht um Wunschzettel.

Standort so gut wie sicher

In Falkenstein sei ein solcher Konsens nun gefunden worden. Danach soll das neue Gerätehaus am Standort des alten errichtet werden. Die Alternative, es schräg gegenüber in den Bürgerhaushang hinein zu bauen, ist damit offenbar vom Tisch. Man habe eine Möglichkeit gefunden, einen allen behördlichen und auch für den Landeszuschuss relevanten Anforderungen genügenden Neubau zu errichten, der zudem deutlich preiswerter sei als bisher geplant. Dieses Verfahren, das Helm zunächst nicht weiter erläuterte, lasse sich auch für die zwingende Erweiterung des Schneidhainer Feuerwehrdepots kostensenkend anwenden.

Wie am Rande der Sitzung bekannt wurde, soll das Falkensteiner Gerätehaus nun in Leichtbauweise errichtet und dennoch stabil genug werden. Das spare nicht nur Geld – es soll sich um eine Ersparnis von rund 100 000 Euro handeln –, sondern auch Zeit. Auf das bisher immer als kostentreibend angeführte Provisorium für die Dauer der Bauzeit könnte damit verzichtet werden. Die Feuerwehrleute könnten sich vor und nach den Einsätzen im Bürgerhaus umziehen, die Bauzeit sei dafür kurz genug. Alle Fahrzeuge könnten solange draußen geparkt werden.

Stadtbrandinspektor Heiko Martens begrüßte das offenbar sehr zielführende Gespräch, ging in seiner Rede aber nur kurz darauf ein. Kreisbrandinspektor Carsten Lauer zeigte sich erfreut, dass das Problem bei aller bisherigen Brisanz in sehr kameradschaftlicher und an der Sache orientierter Weise habe gelöst werden können. Die Stadt bekenne sich damit klar zu ihrer Verantwortung, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr durch die Bereitstellung entsprechender Einrichtungen zu garantieren.as

(Alexander Schneider)
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