Wie kommen die Barren nach Frankfurt?

674 Tonnen Gold nach Deutschland schaffen? Klingt nach einer gewaltigen Aufgabe. Die Bundesbank will zu Transportfragen natürlich keine Auskunft geben.
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Frankfurt. 

Sicherheitsexperten gehen aber davon aus, dass die Barren aus Paris und New York jeweils nicht auf einmal, sondern nach und nach zur Bundesbank gebracht werden. Dass sich die Behörden über den Zeitpunkt der Transporte, die bis 2020 laufen sollen, in Schweigen hüllen werden, gilt als wahrscheinlich.

Der Luftweg ist eine der Möglichkeiten, die gewählt werden könnten. Lufthansa-Cargo-Sprecher Michael Göntgens sagt auf Nachfrage, dass das Unternehmen problemlos Goldtransporte übernehmen könnte. "Wir befördern pro Jahr 5000 Tonnen Wertfracht, unter anderem auch Gold."

Christian Altenhofen, Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, berichtet, dass die Behörde mit Frachtsendungen in der Regel nichts zu tun habe. Dass es bei der Verlagerung von Goldreserven einen besonderen Schutzauftrag geben könnte, sei aber nicht ausgeschlossen: "Wenn uns der Bundesminister mit einer Aufgabe betraut, dann erfüllen wir sie natürlich."

Bei der Bahn will man über mögliche Goldtransporte auf dem Schienenweg nicht spekulieren. Ein Sprecher sagte auf Nachfrage nur, dass solche Transporte besondere Erfordernisse an Logistik und Sicherheit stellen würden. "Man kann ja nicht ein paar Tonnen Gold in einen Güterwagen laden und damit durch die Gegend fahren." Sprecher der Bundespolizei halten es für "denkbar", dass die Behörde mit dem Schutz von Goldtransporten auf der Schiene betraut wird – natürlich vorausgesetzt, dass überhaupt Züge zum Einsatz kommen.

Außer Schiffstransporten (von New York aus) wären auch solche auf der Straße möglich. Bei der Umstellung von der Mark auf den Euro fuhren gepanzerte Transporter voller Geld unter Polizeischutz durch Deutschland. Viele stammten von privaten Unternehmen.chc

(Christian Scheh)
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17.01.2013, 03:00
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