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TV-Kritik: "1, 2 oder 3": Mehr Kinder!

Von Die 1000. Ausgabe der ersten echten Kindershow im deutschen Fernsehen war ein knallbuntes Spektakel. Die Kinder selbst kamen dabei aber zu kurz.
Nach dem Ballwerfen zeigte sich das Siegerteam Bülent Ceylan in entsprechender Pose. Foto: ZDF/Sascha Baumann Nach dem Ballwerfen zeigte sich das Siegerteam Bülent Ceylan in entsprechender Pose.
Schreck lass nach: Ist das wirklich schon vierzig Jahre her, dass das Zweite mit "1, 2 oder 3" auf Sendung ging? Ach ja, die siebziger Jahre. Die Ära von Schlaghosen und Koteletten, "Krieg der Sterne" und dem ausgekochten Schlitzohr auf der Leinwand, Disco und Dieter Thomas Heck war auch die Epoche, in der mit "1, 2 oder 3" die erste echte Kindershow im deutschen Fernsehen startete. Und deswegen gab es diesmal gleich doppelt Anlass zum Feiern: den 40. Geburtstag und die 1000. Sendung.
 
Nebenbei handelt es sich bei "1, 2 oder 3" auch um die momentan älteste noch laufende Show im deutschen TV überhaupt. Und natürlich verlief auch das Jubiläumsspektakel äußerst kindgerecht, mit jeder Menge Kreischen, Quietschen und vielen bunten Farben. An Promis fehlte es ebenfalls nicht: Zu Komiker Bülent Ceylan, Schauspielerin Stephanie Stumph und Sänger Mark Forster als Paten der drei Kinder-Rateteams gesellten sich Auftritte von Günther Jauch und Helene Fischer.

 Warum haben nicht Kinder mehr ihr Können gezeigt?

Dazu legten sich auch die Moderatoren Steven Gaetjen und Elton kräftig ins Zeug. Schade nur, dass bei all den Promi-Aktionen vom Klettern mit Staubsaugerkraft bis zum Ballwerfen mit mündlichem Fangen von Schokoküssen die Kinder doch sehr auf die Rolle der Helfer und Zuschauer reduziert wurden. Man hätte sich für sie Jubiläumsshow deutlich mehr Aktionen gewünscht, bei der auch Kinder ihr Können hätten zeigen können.

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Das Werfen mit Farbbällen war da schon der bessere Ansatz. Noch besser wäre gewesen, ein Kind auch als Torwart einzusetzen. Allerdings machte es den Erwachsenen sichtlich Spaß, mal wenigstens für ein paar Momente wieder selbst Kind sein zu dürfen. Musik gab es natürlich auch, schließlich hatte das Zweite mit Forster und Fischer prominente Sänger eingeladen. Die Promi-Erinnerungen an ihre eigene Schulzeit mit allerlei Tricks beim Abschreiben und Schummeln dürften sich von den Erfahrungen vieler erwachsener Zuschauer nicht allzu sehr unterschieden haben.

Wer schaltet 2057 ein?

Sicher haben da auch Lehrer manchmal ein Auge zugedrückt: Pädagogen haben sich in ihrer Schulzeit schließlich auch nicht immer tadellos verhalten. Am Ende gab es nach allerlei Spaß und Spiel mit dem Team Bülent Ceylan einen verdienten Sieger und von Steven Gaetjen die Einladung zur 2000. Sendung im Jahr 2057. Sicher ist jetzt schon: Es werden dann viele Zuschauer einschalten, welche die gestrige Jubiläumsshow selbst als Kinder gesehen haben.
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