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TV-Kritik: "Bares für Rares": Trödel mit Stargast

Von Der Quotenhit vom Nachmittag kommt erstmals zur besten Sendezeit und mit einem Sportidol als große Überraschung.
Sven Deutschmanek und Horst Lichter präsentieren sich am Expertentisch auf Schloss Ehreshoven. Bild: ZDF und Frank Dicks Foto: Frank Dicks Sven Deutschmanek und Horst Lichter präsentieren sich am Expertentisch auf Schloss Ehreshoven. Bild: ZDF und Frank Dicks
Manchmal wundert man sich, was die Leute so alles zu Geld machen. Ob alten Schmuck, Bilder, Waffen oder sonstigen Krimskrams: Oft seit Generationen in der Familie, von Großmutter oder Urgroßmutter vererbt. Oft Kleinigkeiten, die eigentlich gar keinen Platz wegnehmen. Und die dem aktuellen Besitzer doch viel mehr bedeuten müssten als dem Käufer. Sicher, es geht dabei auch um Geld. Aber natürlich nicht nur, in der erfolgreichsten Sendung im Nachmittagsprogramm des ZDF.

Hier gibt's die ganze Sendung
 
Zumindest für die Käufer. Es geht um Emotionen, um Erlebtes, darum, ein Stück Geschichte in der Hand zu halten. Und wohl niemand könnte das besser und authentischer moderieren und repräsentieren als Horst Lichter, der sich in dieser Ausgabe der Sendung ganz stilecht mit Hut und Knickerbocker-Anzug zeigt. Bekennt sich der TV-Koch doch selbst schon seit Jahren zur Sammelwut, die sich von schnellen Wagen und Oldtimern bis zu allerlei Krimskrams erstreckt.

Die Preise bleiben bürgerlich

Und weil die Sendung besonders dank Lichter im Schnitt über zwei Millionen Zuschauer anlockt und eine satte Quote einfährt, kommt sie jetzt zur besten Sendezeit und mit glanzvoller Kulisse: Schloss Ehreshoven in Engelskirchen gilt nicht umsonst als einer der prächtigsten Adelssitze des Bergischen Landes. Besondere Berühmtheit erlangte der Bau als Kulisse für die ARD-Soap "Verbotene Liebe" als Schloss Königsbrunn.
 
Dankenswerterweise hat das ZDF der Versuchung widerstanden, die Premiere zur besten Sendezeit mit besonders kostbaren Raritäten auszuschmücken. Denn nicht nur Lichter macht hier Spaß, sondern auch, dass es hier um Dinge geht, die sich eigentlich meist auch der Durchschnittsbürger leisten könnte, so er denn wollte. Nicht das Unerschwingliche, sondern Alltägliches wechselt hier den Besitzer, und das oft für Summen, mit denen sich auch Durchschnittsverdiener identifizieren können.

Studebaker statt Ferrari

Auch beim Thema Oldtimer zeigte das Zweite kluge Zurückhaltung: Es gab keinen durch EZB-Geld überteuerten Hochpreis-Ferrari, sondern einen fast 100 Jahre alten amerikanischen Studebaker zum Kleinwagen-Preis. Und allein schon, wie hier Verkäufer und Käufer um den letzten Cent feilschten, war das Einschalten wert. Die Absicht auf 1000 Euro Gewinn reduzierte sich zuerst auf 500 Euro, dann noch weiter. Verwunderlich, dass das Geschäft zustande kam. Ursprünglich hatte sich der Verkäufer bedeutend mehr erhofft.
 
Einen besonderen Überraschungsgast  gab es außerdem: Boris Becker, der einen alten Tennisschläger mitbrachte. Und zwar den, mit dem er 1999 sein letztes Spiel in Wimbledon  bestritt. Dass es beim Besitzerwechsel auch um gemeinsame Nachmittage mit dem Vater auf dem Sofa vor dem Fernseher ging, dürfte auch bei vielen Zuschauern nostalgische Erinnerungen geweckt haben.
 
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