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TV-Kritik: "Bergdoktor": Fesselt durch Komplexität

Von Eine ungewöhnliche Beziehung macht Dr. Gruber zum Staffelausklang "Abstoßungsreaktion" zu schaffen. Und sorgt für einen Hauch von Thriller-Stimmung.
Emma Dittmer (Marlene Morreis) kümmert sich scheinbar liebevoll um ihren kranken Mann Frank (Stephan Grossmann). Foto: Stefanie Leo Emma Dittmer (Marlene Morreis) kümmert sich scheinbar liebevoll um ihren kranken Mann Frank (Stephan Grossmann).
Nicht immer sind es die Krankheiten seiner Patienten, die dem "Bergdoktor" Martin Gruber (Hans Sigl) am meisten zu schaffen machen. Manchmal handelt es sich auch um die Beziehungen, in denen sie stecken. So wie bei Frank Dittmer (Stephan Grossmann) und seiner Frau Emma (Marlene Morreis).  Frank, Direktor des örtlichen Heimatmuseums, fühlt sich seit längerem gesundheitlich schwer angeschlagen. Aber Martin Gruber stößt bei seinen Untersuchungen auf ein massives Problem: Emma ist Krankenschwester in der Klinik von Grubers altem Freund Dr. Kahnweiler (Mark Keller) und damit selbst vom Fach.
 
 
Unter ihren Kollegen ist sie wegen ihrer barschen Art und ihrer Impertinenz gefürchtet. Die Blutwerte ihres Mannes liefern einen Hinweis auf die Ursache von dessen Beschwerden: Frank Dittmer leidet unter den Nebenwirkungen eines Schmerzmittels, das auch schon einen Leberschaden verursacht hat. Gruber, Kahnweiler und die Klinikärztin Dr. Vera Fendrich (Rebecca Immanuel) schöpfen den Verdacht, Emma könnte am Münchhausen-Proxy-Syndrom leiden. Betroffene sollen bei Betroffenen Krankheiten erfinden, um eine Behandlung zu verlangen.
 

Wie kommt das Medikament ins Blut?

 
Was die Geschichte so fesselnd gestaltet, ist die komplexe und lange Zeit undurchschaubare Verbindung zwischen Emma und Frank Dittmer. Phasenweise wird das wie im Krimi. Hat die Krankenschwester ihrem Mann das Medikament untergemischt, um sich als seine Helferin und Beschützerin inszenieren zu können? Es spricht vieles dafür. Andererseits könnte der Museumsdirektor auch von sich aus zu der Medizin gegriffen haben, um sich aufzuputschen. Und sich zusätzlich der Aufmerksamkeit seiner Frau zu versichern.
 
 
Stark wird dieser Handlungsstrang vor allem durch Emmas Charakter. Erscheint sie zu Beginn vor allem nervig und besserwisserisch, zeigt sie sich im Handlungsverlauf auch mitfühlend und geduldig gegenüber einem sterbenden Krebspatienten. Und hat mit Marlene Morreis eine Schauspielerin, die durch ihr zurückhaltendes, aber dennoch emotionales Spiel – besonders nach dem Tod des Krebspatienten zu sehen – diese komplexe Frau auch intensiv zum Ausdruck bringt.
 

Nicht nur Herz und Schmerz

 
Ähnlich kompliziert verläuft aber auch Grubers Privatleben, wobei besonders natürlich die Beziehung zu Anne Meierling (Ines Lutz) eine wichtige Rolle spielt. Dadurch, dass das Drehbuch auch die wirtschaftlichen Interessen der Gruber-Familie mit in die Handlung integriert, gelangt die Geschichte über eine reine Herz-Schmerz-Geschichte doch deutlich hinaus. Für eine Dosis Witz sorgen noch Episoden um Lisbeth Gruber (Monika Baumgärtner) und Tochter Lilli (Ronja Forcher). Das Ende der laufenden Staffel macht somit schon kräftig Lust auf die Rückkehr von Gruber & Co.

Die ganze Folge gibt es hier
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