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TV-Kritik: "Blutgrätsche": Mit Porsche und Pagoden-Benz

Von Es geht richtig schick zu in der neuen Episode der Reihe "Die Kanzlei". Und Anwalt Markus Gellert alias Herbert Knaup darf mal ganz neue Seiten zeigen.
Steuerprüfer  Gisbert Höhne (Michael Schenk, r.) wurde vor dem Club von Sladic zusammengeschlagen. Isa von Brede (Sabine Postel, l.) besucht ihn im Krankenhaus. Foto: (ARD-Programmdirektion) Steuerprüfer Gisbert Höhne (Michael Schenk, r.) wurde vor dem Club von Sladic zusammengeschlagen. Isa von Brede (Sabine Postel, l.) besucht ihn im Krankenhaus.

Als Markus Gellert (Herbert Knaup) in der Anwaltsserie "Die Kanzlei" die Nachfolge von Gregor Ehrenberg antrat, war es schon abzusehen, dass er irgendwann für seine Kollegin Isa von Brede (Sabine Postel) mehr als nur freundschaftliche Gefühle entwickeln würde. Nur allzu gut würden der elegante Lebemann und die Anwältin mit adeligem Hintergrund zusammenpassen. Deswegen verwundert es auch nicht, dass Gellert hier um von Brede bisweilen herumschleicht wie die Katze um den heißen Brei.

Natürlich darf Gellert da erstmal keinen Erfolg haben, dann wäre ja die ganze schöne Spannung weg. Wenn dann Oliver Wnuk als übereifriger Thomas Zuhse ins Bild stolpern darf, hat die Episode auch schon mal den ersten guten Gag. Obwohl sich die beiden Erzählstränge schon um ernstere Themen drehen. So wird Gellert von dem Fußballer Marco Verween (Ben Münchow) kontaktiert, weil Verween fürchtet, der Videoblogger Gunther Lüttich (Marian Meder) könnte ihn als schwul outen.

Was könnte ein Steuerprüfer verraten?

An Isa von Brede wendet sich ein alter Bekannter: Marco Sladic (Simon Licht), Kiezgröße und Clubbetreiber und stets in nicht so ganz saubere Geschäfte verwickelt. Weswegen er auch fürchtet, der Steuerprüfer Gisbert Höhne (Michael Schenk) könnte bei einer anstehenden Prüfung seinen Betrieb ausspionieren und brisante Informationen weitergeben. Doch dann wird Höhne brutal von einem Schlägertrupp attackiert und landet im Krankenhaus.

Fahnder Ole Hansen (Robert Gallinowski) wittert allerlei Unregelmäßigkeiten, zumal Höhne niemanden bei dem Angriff erkannt haben will. Isa von Brede erfährt schließlich brisante Hintergründe, was Höhne zu einem der schillerndsten Episodencharaktere der Reihe macht. Am Ende will sie die Geschäftsbeziehung zu Sladic abbrechen. Es bedarf keiner großen Sehergabe, um vorauszusehen, dass es damit nicht klappen wird.

Kiez-Milieu mit schönen Bildern

Der Unterweltler passt einfach zu gut als Figur zu den Hauptpersonen der Reihe, die oft munter am Rand der Legalität operieren. Ansonsten zeigt sich "Blutgrätsche“ als angenehm unangestrengt und schnörkellos gemachtes Stück TV-Unterhaltung: Das Team agiert mit Schauspielern, zwischen denen die Chemie gut zu funktionieren scheint, der Kiez-Hintergrund Sladics sorgt für ein paar optisch reizvolle Szenen aus dem halbseidenen Milieu.

Und die Autos von Gellert (Mercedes Pagode) und Verween (Porsche Cabrio) bringen noch einen Hauch von großer Welt in die Szenerie. Allerdings ist nicht anzunehmen, dass Gellert trotz seines weltmännischen Auftretens so bald Erfolg bei Isa von Brede haben wird.

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