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TV-Kritik: "Cum on feel the Noize": Pflichtsendung für Headbanger

Von Metal ist für viele seiner Anhänger mehr als Musik, nämlich ein Lebensgefühl. Diese Sendung zeichnet nach, wie das Genre entstand.
Lange Haare, Tätowierungen, Glitzerklamotten und Nietengürtel: Die Gruppe Steelpanther lebt die Metal-Klischees voll aus. Foto: ZDF und RB/David Jackson Lange Haare, Tätowierungen, Glitzerklamotten und Nietengürtel: Die Gruppe Steelpanther lebt die Metal-Klischees voll aus.
Schneidend scharfe Gitarrenwände, schwarzes Leder und Killernieten, Aggressivität und Macho-Attitüde: Einerseits als purer Krach abgetan, andererseits von Millionen Fans frenetisch als eine Art Ersatzreligion gefeiert, hat sich Metal von einer Modeströmung um 1970 längst zu einer weltweiten musikalischen Massenbewegung gemausert. Schön, dass auch die TV-Sender davon Wind bekommen haben: In dieser Sendung zeichnen die Macher die Entwicklung des Genres nach.

Schon der Titel verweist auf einen Schwerpunkt der Sendung: „Cum on feel the Noize“ lautet der Titel eines Songs der britischen Gruppe Slade aus dem Jahr 1973. Zu dieser Zeit hatte die musikalische Richtung schon kräftig Fahrt aufgenommen. Vor allem "die unheiligen Drei", wie der Kommentator die britischen Bands Black Sabbath, Led Zeppelin und Deep Purple mit sanfter Ironie benennt, hatten dem neuen Klang ihren Stempel aufgedrückt

Ausschnitte aus berühmter TV-Sendung

Zu sehen gibt es hier viele Ausschnitte aus den bis 1984 von Radio Bremen produzierten Sendung "Musikladen" und "Beat Club". Viele Live-Mitschnitte von den Auftritten legendärer Hardrock- und Punk-Bands aus den 1970ern sorgen für einen kräftigen Schuss Nostalgie. Wobei die Rückblicke mitunter aber etwas zu sehr in Richtung Punk tendieren.

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Überhaupt keine Erwähnung für die Anfangszeit der harten Rockmusik findet etwa die Gruppe Steppenwolf, obwohl deren Song "Born to be wild" aus dem Filmhit "Easy Rider" sogar den Begriff "Heavy Metal Thunder" enthält. Allerdings entschädigen dafür die vielen Interviews mit Künstlern wie Doro Pesch, James Hatfield von Metallica, Gene Simmons von Kiss oder Rolf Kasparek von Running Wild.

Judas Priest kommt nur wenig zur Geltung

Letztere benennen sich nach einem Song von Judas Priest, einer der einflussreichsten Bands überhaupt. Die Bedeutung speziell dieser Truppe aus Birmingham wie auch der um 1980 entstandenen "New Wave of British Heavy metal", auch NWOBHM abgekürzt, gerät in der Sendung ein wenig zu knapp. Dennoch präsentiert sich hier eine gelungene Zusammenstellung, in der neben der Musik auch Mode und Lebensgefühl der Metalheads nicht zu kurz kommen. Für Headbanger gilt daher: Pflichtsendung!
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