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TV-Kritik: "Das Traumhotel - Vietnam": Viel Exotik

Von Gegen den "Silvesterstadl" war das die bessere Wahl: Vor allem die tropische Kulisse sorgt hier für gute Unterhaltung.
Susanne (Sonja Kirchberger) und Fabian (Max Tidof) lassen sich von den Schönheiten der vietnamesischen Kultur verzaubern. Foto: ARD Degeto/Lisa Film/O. Roth Susanne (Sonja Kirchberger) und Fabian (Max Tidof) lassen sich von den Schönheiten der vietnamesischen Kultur verzaubern.
Der Sendeplatz dieses Films ist nur mit Mühe nachvollziehbar: Die Episode einer beliebten TV-Reihe um 18.30 und der "Silvesterstadl" zur besten Sendezeit. Zu Zeiten von Karl Moik und Andy Borg war der "Silvesterstadl" stets ausverkauft. Doch diesmal, so heißt es im Netz, lief der Kartenvorverkauf so schleppend, dass die Tickets - ursprünglich mindestens 60 Euro teuer - am Ende für Preise zwischen einem und fünf Euro verramscht wurden. Womit die Sendung endgültig Geschichte sein dürfte. Es sei denn, die ARD holt Andy Borg zurück - dann hätte auch Francine Jordi eine zweite Chance verdient.

Mit "Das Traumhotel - Vietnam" hatten Zuschauer mit Sicherheit mehr Vergnügen. Der Plot bestand aus drei Handlungsfäden: Einmal um Hotelmanager Markus Winter (Christian Kohlund), der zur Planung eines neuen Hotels nach Vietnam reist und dabei die schöne Nora (Nadeshda Brennicke) kennenlernt. Noch weiß er nicht, dass ein Investor aus China sie auf ihn angesetzt hat. In der zweiten Erzählung macht Susanne (Sonja Kirchberger) die Bekanntschaft von Fabian (Max Tidof).

Fabian gibt sich als jemand aus, den Susanne aus dem Internet kennt und den sie in Vietnam treffen wollte. Und schließlich geht es noch um Chefkoch Malte (Roy Peter Link), der sich in die bildschöne Vietnamesin Lamai (Linda Chang) verliebt hat. Da kommt es für ihn höchst unpassend, dass sein Vater (Gunter Berger) ihn zur Rückkehr nach Deutschland und Übernahme seiner Fastfood-Kette überreden will. Als dann auch noch Maltes ehemalige Freundin auf der Bildfläche erscheint und Maltes Pläne torpediert, wird es desperat für ihn.

Schöne Frauen, prachtvolle Kostüme


Herz, Schmerz, Witz und Happy-End - "Das Traumhotel" setzt stets auf bewährte Komponenten und Schauspieler mit der entsprechenden Ausstrahlung, so auch hier. Es geht besonders in den beiden Geschichten um Markus Winter und Susanne um missbrauchtes Vertrauen, was dem Ganzen einen sanften Hauch von Tragik verleiht. Die intensive Emotionalität des ebenfalls in Vietnam spielenden TV-Films "Jahr des Drachen" erreicht "Das Traumhotel - Vietnam" aber an keiner Stelle.

Gute Unterhaltung bietet er dennoch. Und natürlich legt er allergrößten Wert auf die Schauplätze, an denen die Geschichten spielen, und da hat natürlich Vietnam sehr viel zu bieten: Wimmelnde Straßenszenen, majestätisch träge Dschunken vor malerischen Stränden und Küstenlandschaften, schöne Frauen, prachtvolle Kostüme: Die flirrende Exotik der tropischen Szenerie ist mit Händen zu greifen. Und dazwischen der gepflegte Luxus der Hotelanlagen und dazu noch ein nostalgischer Oldtimer der Marke Citroën.

Natürlich ist so was auch kaum verhohlene Touristikwerbung, aber wen stört es? Nur für die Musik hätte sich die ARD etwas Besseres einfallen lassen sollen: "Fly away" von Alexander Klaws ist zwar die Titelmelodie der RV-Serie, sie klingt aber schon arg beliebig. Weit besser hätte sich hier eine Musik mit regionalen Einflüssen gemacht, die auch akustisch mit der exotischen Szenerie verschmolzen wäre. So bleibt nur ein unverbindliches musikalisches Geplätscher ohne Sogkraft übrig.
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