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TV-Kritik: "Das grenzt an Liebe“: Arg müde "Der kleine Lord"-Variante

Michael Douglas und Diane Keaton als sich findendes Paar im Rentenalter sind das Beste an dieser dahindümpelnden Geschichte.
Die charmante Leah (Diane Keaton) und der verhärtete Oren (Michael Douglas) kommen sich näher. Foto: ARD Degeto/2013 ASIG PRODUCTIONS LLC Die charmante Leah (Diane Keaton) und der verhärtete Oren (Michael Douglas) kommen sich näher.
"Das kommt alles etwas unerwartet" sagt Leah (Diane Keaton)an einer Stelle des Films. Dabei geschieht hier vieles genauso, wie es der Zuschauer erwartet. Hauptfigur Oren Little (Michael Douglas) zeigt sich im Wesentlichen als egoistischer Stinkstiefel. Er ist verwitwet, und sein Sohn muss für einige Zeit hinter Gitter. Deswegen sieht sich Little plötzlich als Erzieher gefordert, soll er sich doch um seine Enkelin Sarah (Sterling Jerins kümmern, von deren Existenz er die ganze Zeit nichts ahnte.
 
Der steinreiche Immobilienmakler versucht währenddessen, noch sein Haus zum überzogenen Preis an verschiedene Käufer loszuwerden. Jetzt wohnt er Tür an Tür mit Leah in einem Haus, das ihm gehört. Auch Leah ist verwitwet. Und klar, dass erstmal vor allem Leah sich um die Keine kümmert und es Sarah nicht nur gelingt, das Herz des ohnehin nicht wirklich unsympathischen Großvaters zu erweichen, sondern dass auch Oren Little und Leah sich allmählich aneinander annähern. 

Viel zu systematisch

"Der kleine Lord" lässt grüßen, wenn es um Großvater und Enkelin geht. Immerhin machen die beiden Stars der Geschichte ihre Sache ziemlich gut. Michael Douglas und Diane Keaton geben sich alle Mühe, ihren Figuren über die systematische Abfolge sentimentaler Klischees hinaus etwas Eigenes zu verleihen. Douglas variiert dabei gekonnt einen Charakter, den er mit ähnlichen Zügen schon in dem Thriller "The Game" verkörpert hat.
 
Die Chemie zwischen den beiden hätte Funken schlagen können, aber der Rest des Films funktioniert weniger. Die total vorhersehbare Handlung ist ein Problem, der Mangel an Witz speziell in den Dialogen das andere. Ab und an blitzt zwar tatsächlich so etwas wie Humor auf. Aber oft gerät das, was witzig gemeint ist, auch zum Fremdschämen platt: so an der Stelle, wo Oren Little beim Versuch, sein Haus zu verkaufen, das Gespräch plötzlich auf Sammy Davis Jr. bringt.

Kein Glanzstück von Rob Reiner

Von Regisseur Rob Reiner ("Harry und Sally") ist man erheblich Besseres gewohnt. Schon wenn zum Auftakt die Kamera im Vogelflug über die Vorstadthäuser fliegt, ahnt man, dass hier kaum mehr als gepflegte Langeweile geboten wird. Immerhin kann sich der geneigte Zuschauer an einem üppigen Haus mit offenem Mercedes-Oldtimer davor erfreuen. In der müde dahindümpelnden Geschichte ist das tatsächlich höhepunktverdächtig.
 
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