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TV-Kritik: "Der Quiz-Champion": Publikum war der Gewinner

Von Sympathische Kandidaten und ein spannender Showdown sorgten dafür, dass es auch in der Mammut-Ausgabe der Sendung nie langweilig wurde.
"The Winner takes it all": Der Titel von ABBA galt am Ende für Roland Knauff, der sich als Sieger über den stattlichen Betrag von 100.000 Euro freuen konnte. Foto: ZDF und Svea Pietschmann "The Winner takes it all": Der Titel von ABBA galt am Ende für Roland Knauff, der sich als Sieger über den stattlichen Betrag von 100.000 Euro freuen konnte.
Der erste Teil der Quizsendung machte neugierig auf die Fortsetzung. Es war ein wenig wie bei einem klassischen Serial: Würde es der Held schaffen, auch die weiteren Hürden zu nehmen? Der Held hieß in diesem Fall Roland Knauff und hatte sich schon am Donnerstag wacker geschlagen. Sein erster Gegner war diesmal der Abenteurer und Naturfilmer Andreas Kieling für den Bereich Natur und Wissenschaft.
 
Kieling zeigte sich nach einem anstrengenden Dreh  im Westkongo etwas angeschlagen, wovon Knauff möglicherweise profitieren konnte. Als weitere Experten traten Horst Lichter in der Kategorie "Ernährung", Anna Thalbach für "Literatur und Sprache" und Ex-"Focus"-Chef Helmut Markwort im Fach "Zeitgeschehen" an. Sportkommentator Marcel Reif ging als Fachmann für "Sport"  und Knauffs nächster Quiz-Gegner an den Start.

Kandidat mit eindrucksvoller Vita

Am Ende glänzte Knauff durch seine sofortige Antwort auf die Frage nach dem Begründer der Olympischen Spiele: Es handelte sich um den Franzosen Pierre de Coubertin. Der nächste Quizkandidat Dr. Friedrich-Wilhelm Elstermann von Elster aus Mühlheim an der Ruhr versprach schon durch seinen Doktortitel und seinen beruflichen Hintergrund enormes Wissen mitzubringen. Der 72-jährige Mediziner und Rentner hatte es bis zum Chefarzt in Oberhausen geschafft.
 
Seine medizinischen Fachgebiete waren Geriatrie (Altenmedizin) und Demenz. "Ich hoffe, dass ich heute Abend nicht gerade dafür ein Beispiel sein werde" witzelte er zur Einstimmung selbstironisch. Rund 70 Länder hat er schon bereist. Ein sportlicher, selbstbewusster und viel in der Welt herumgekommener Mann trat hier vor das Publikum. Einer, der sicher auch als Experte in der Sendung eine gute Figur abgegeben hätte.

Viel von der Welt gesehen

Leider scheiterte er an einer kulinarischen Frage: Starkoch Horst Lichter verfügte durch sein Fachgebiet hier einfach über die besseren Voraussetzungen. Auch der nächste Quizkandidat hatte sich ähnlich wie der pensionierte Oberarzt der in der Welt umgesehen: Gottfried Bauer, 45 Jahre alt und Exportmanager aus Andorf in Österreich, hatte zuvor unter anderem in Australien, Neuseeland und Nordamerika als Reiseleiter gearbeitet.
 
Man hätte dem Mann mit dem sympathischen Schmäh mehr Glück gewünscht, als am Ende beim Stechen gegen Anna Thalbach an der Frage nach dem Autor des "Ulysses" (James Joyce) zu scheitern. Als nächste Kandidatin kam eine Frau an die Reihe: Annegret Winzer aus Ennepetal, 64 Jahre alt und Lehrerin für Deutsch und Sport am Werner-Richard-Berufskolleg in Wetter an der Ruhr. Sie gewann auch das Stechen gegen Anna Thalbach mit der Frage nach Theodor Storms Novelle "Der Schimmelreiter".

Das Konzept stimmt einfach

Leider kam sie nicht in die Endrunde, winkte aber entspannt ins Publikum und zeigte sich als souveräne Verliererin. Ihr folgte Andreas Zimmermann aus Bad Oldesloe, ein 55-jähriges Verwaltungsfachwirt, und Stephan Winkler aus Hannover, ein freier Handelsvertreter von 52 Jahren. Winkler schaffte es nach spannenden Runden bis ins Finale gegen Knauff, gegen den am Ende jedoch verlor. Als Gewinner fühlen konnten sich jedoch die Zuschauer: Das Konzept der Sendung trägt mühelos auch über eine Sendezeit von satten drei Stunden.

Sendung verpasst? Kein Problem! Hier können Sie sie in der Mediathek anschauen.

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