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TV-Kritik: "Dianas Vermächtnis": Die Geschichte eines Mega-Skandals

Von Anfang der neunziger Jahre erschütterte Diana mit ihren Enthüllungen nachhaltig die Grundfesten der britischen Royals.
Prinzessin Diana während einer Kanada-Reise im Juni 1983. Foto: Bettmann Prinzessin Diana während einer Kanada-Reise im Juni 1983.
Diana war seit ihrer Märchenhochzeit mit Prinz Charles im Sommer 1981 ein Traumobjekt der Regenbogenpresse: Jung, hübsch und strahlend, dann aber zunehmend kränklich und unglücklich. Ihr Mann wollte von seiner Jugendliebe Camilla nicht lassen. Das glanzvolle Bild der perfekten Ehe nach Außen bekam immer mehr Risse. Anfang der neunziger Jahre schließlich gab es einen heftigen Knall, der die britische Monarchie nachhaltig erschütterte.
 
Diana selbst hatte den Knall aktiv ausgelöst. Ihre Wut und zunehmende Verbitterung über die Konkurrenz durch Camilla veranlassten sie zu einem verhängnisvollen Schritt: Sie gab dem Journalisten Andrew Morton auf Tonbändern viele detaillierte Informationen über ihre Ehe und die Krankheiten und Depressionen, die sich für sie aus dem Verhältnis zwischen Charles und Camilla Parker-Bowles ergaben.  Dabei gab die Prinzessin von Wales viele Details preis und erzählte von Essstörungen und Selbstmordversuchen.
 

Details wie im Krimi

 
Die Details, in der ZDFzeit-Dokumentation  mit vielen nachgestellten Szenen und teilweise mit Originalaufnahmen nachgezeichnet, hören sich an wie aus einem Agentenkrimi mit heimlich besprochenen Tonbändern, konspirative Treffen in schummrigen Cafes und einem alter Freund von Diana als Mittelmann. Dabei verschweigt die Sendung auch nicht die Eifersucht, mit der Charles den enormen Erfolg seiner Frau beobachtete.

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Diana nämlich war es, der die Herzen zuflogen: Charles spielte dabei meist nur eine Nebenrolle. Die Dokumentation zeichnet in "Dianas Vermächtnis" ein sehr facettenreiches  Bild der Prinzessin. Die liebevolle Mutter und Kinderfreundin, die betrogene Ehefrau, die vom Wunsch nach Vergeltung getrieben war, zeigt sich hier auch als berechnend und manipulativ. Und zugleich auch immer wieder von entwaffnender Naivität.
 

Ein Bestseller mit weiter Wirkung

 
Ahnte sie wirklich, welche Lawine sie mit ihren Tonband-Geständnissen auslöste? Andrew Morton, der sich hier vor laufender Kamera dazu äußert, konnte selbst kaum glauben, was er da zu hören bekam. Das darauf basierende Buch "Diana – Her untold Story" (deutsch: "Diana – Ihre wahre Geschichte") von Andrew Morton wurde ein Bestseller.
 
Am 31. August endete Dianas Leben spektakulär mit dem berüchtigten Autounfall in Paris. Die britische Monarchie hat sich seitdem bemerkenswert verändert. Dass Dianas Söhne unter weit weniger Druck stehen als ihre Mutter, ist auch Dianas Verdienst.
 
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