Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

TV-Kritik: „Die Autohändler“: Schafft es der Neustart?

RTL versucht sich an der Neuauflage einer Erfolgsserie. In der Pseudo-Doku dienten wieder attraktive Fahrzeuge als Blickfang.
Das Sprüche klopfende Ruhrpott-Original Markus (l.) trifft auf den spießigen Bilderbuch-Autoverkäufer Damian. Sein neuer Chef ist das genaue Gegenteil von Markus. Während der langhaarige, goldbehangene Dortmunder dem Klischee des klassischen Gebrauchtwagenhändlers entspricht, strahlt Damian die Seriosität aus jeder Pore. Das Sprüche klopfende Ruhrpott-Original Markus (l.) trifft auf den spießigen Bilderbuch-Autoverkäufer Damian. Sein neuer Chef ist das genaue Gegenteil von Markus. Während der langhaarige, goldbehangene Dortmunder dem Klischee des klassischen Gebrauchtwagenhändlers entspricht, strahlt Damian die Seriosität aus jeder Pore.
Der eine dick, langhaarig, mit einem blauen Auge und knallgelben Klamotten. Markus ist halt das, was man so landläufig als Original bezeichnet. Und dazu auch noch pleite, nachdem sich seine Frau von ihm getrennt hat. Das genaue Gegenteil davon verkörpert Damian, sein neuer Chef, der mit Hemd und Pullover so seriös und korrekt wirkt wie eine Reihenhaussiedlung mit Gartenzwerg im Garten neben dem Eingang.

Sendung verpasst? Hier geht es zur Mediathek!
 
Willkommen bei "Die Autohändler", einem Neustart der RTL-Kultserie, die allerdings auf ihre Kultfiguren Jörg und Dragan verzichtete. Weitere Figuren der neuen Serie sind Miriam, eine Verkäuferin von Neuwagen, und Michael Fröhlich, als Inhaber von "Fantastische Fahrzeuge" Liebhabern exklusiver Autos längst ein Begriff. Und gleichzeitig ein Dorn im Auge, seitdem er fünfzig Autos mit Baujahr 1950 planmäßig in einem Skulpturenpark im Freien verrotten lässt.

Echter Autohändler als Stargast

Unter diesen Objekten befinden sich Traumwagen von Rolls Royce, Jaguar und Porsche. Fröhlichs Auftreten bewirkte allerdings einen gewissen Eindruck von Authentizität in der Pseudo-Doku-Serie. Gleiches gilt für den Handlungsstrang um die Verkäuferin Miriam, die einem Kunden ein Neufahrzeug zu verkaufen hat. Hier kam bis auf Details wie die Prämie und die Glocke bei erfolgreichem Neuwagen-Verkauf zumindest halbwegs realitätsnah zum Ausdruck, welche Voraussetzungen ein erfolgreicher Autoverkäufer mitbringen sollte.
 
Eher nachlässig konzipiert zeigte sich der Rest. Was genau hätte Fröhlich denn nun an dem Maserati Quattroporte missfallen sollen? Und ein wohlhabender Kunde, der einen PS-starken Luxuswagen ohne vorherige Probefahrt kauft? Wenig glaubwürdig zeigte sich auch die Geschichte um den missglückten Landrover-Verkauf: Seit wann fragt ein Kunde erst nach einer Probefahrt nach dem Preis eines Fahrzeugs?

Passablen Witz gab es auch

Nicht dass bei dieser Serie die Realität je eine besondere Rolle gespielt hätte, aber ein wenig mehr Liebe zum Detail hätte man sich hier schon gewünscht. In Sachen Humor funktionierte der erste Teil allerdings teilweise nicht schlecht: Als Markus in das Heck des Landrovers kletterte, um das Nummernschild festzuhalten, kamen sogar Erinnerungen an Dieter Hallervordens Klamaukserie "Nonstop Nonsens" wieder hoch.
 
Drei weitere  Folgen sollen noch kommen. Ob RTL an die einst so erfolgreiche Kultserie anknüpfen kann, scheint aber zumindest fragwürdig: Es hätte doch noch weit witziger sein können. Immerhin dienten wieder attraktive Fahrzeuge als Blickfang: So gab es Renner der Marken Mercedes, Porsche oder gar Lamborghini zu bewundern. Ob das jedoch reicht, um PS-Fans vor den Bildschirm zu locken? Abwarten und Zuschauer zählen.
 
Zur Startseite Mehr aus TV-Kritik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse