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TV-Kritik: "Die Braut": Solider Montagskrimi

In der vierten Episode aus "Die Toten vom Bodensee" gefällt neben Nora Waldstätten vor allem eine schillernde Verdächtige.
So richtig wollen die Ermittler Hannah Zeiler (Nora von Waldstätten, l.) und Micha Oberländer (Matthias Koeberlin, r.) der besten Freundin der Verstorbenen, Jule Dombrach (Anna Bederke, M.), noch nicht trauen. Verbirgt sie ein Geheimnis? Foto: Petro Domenigg So richtig wollen die Ermittler Hannah Zeiler (Nora von Waldstätten, l.) und Micha Oberländer (Matthias Koeberlin, r.) der besten Freundin der Verstorbenen, Jule Dombrach (Anna Bederke, M.), noch nicht trauen. Verbirgt sie ein Geheimnis?
Nur kurz ist Christian Höflinger (Franz Hartwig) verheiratet, da wird er schon zum Witwer: Der traditionelle Spaß einer Brautentführung endet damit, dass er seine frisch angetraute Ehefrau ermordet auffindet. Die Tote betätigte sich in einer Gruppe von Tierschützern, die sich dem Schutz der Kormorane am Bodensee widmete. Das gefiel vor allem Anton Meinert (Johann Nikolussi) nicht, einem Fischer, der die Vögel als massive Konkurrenz betrachtete. Reichte das als Motiv für einen Mord?

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Für die Kommissare Hannah Zeiler (Nora Waldstätten) und Micha Oberländer (Matthias Koeberlin) gibt es noch weitere Verdächtige. So den jungen Philipp Schiernhammer (Florian Maria Sumerauer), der sich höchst verdächtig benimmt. Oder die attraktive und undurchsichtige Jule Dombrach (Anna Bederke), eine Freundin der Toten, die sich auffallend für den frisch verwitweten Christian Höflinger interessiert. Aber auch Erich Höflinger (Harald Krassnitzer), der seinem Adoptivsohn Christian gerne seinen Betrieb hinterlassen würde, hat Geheimnisse.
 
Die Auflösung befriedigt nicht
 
Die Krimireihe "Die Toten vom Bodensee" hinterließ in ihren bisher drei Teilen einen ziemlich soliden Eindruck. Der neue Film wartet mit einer klassischen Mördersuche unter mehreren Verdächtigen auf, der es zwar im Vergleich zu den Vorgängern etwas an Dynamik fehlt und auch mit ihrer  Auflösung nicht wirklich überzeugt. Dafür hat das Drehbuch hier mit der schillernden und provozierenden Jule Dombrach einen besonders faszinierenden Charakter eingebracht: Man hätte ihr aber in der Handlung eine weit stärkere Präsenz gewünscht.

Positiv fällt zudem auf, dass Nora Waldstätten als Hannah Zeiler ihre in den ersten beiden Teilen gezeigte Starrheit immer mehr aufbrechen darf. Die Erinnerungen an ein Bootsunglück, bei dem  Hannah Zeiler als Kind ihre Eltern verlor, sind zwar nicht sonderlich originell. Aber das Drehbuch hat diese Geschichte in Hannahs Vergangenheit ganz ordentlich in den aktuellen Bodensee-Film eingebaut, wenn Hannah Zeiler von einer Psychologin wertvolle Hinweise zum Fall bekommt oder Mitgefühl ausdrückt.
 
Hannah Zeiler zeigt Humor
 
Dazu kommen Szenen, in denen etwas aufblitzt, das man bisher von Nora Waldstätten in dieser ZDF-Reihe noch nicht gesehen hat: ein Ansatz von Humor, der auch im Zusammenghang mit der privaten Krise ihres Kollegen zum Ausdruck kommt. Auch wenn "Die Braut" am Ende ein wenig wirkt, als hätte das Drehbuch nicht wirklich etwas mit seinen Figuren anzufangen gewusst: Für einen stimmungsvoll gefilmten  Montagskrimi reicht das Gebotene allemal.
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