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TV-Kritik: "Die Toten von Turin": Nichts Neues am Po

Von Der Sender Arte strahlt die restlichen Folgen der italienischen Krimi-Serie aus. Sonderlich aufregend wird es dabei nicht.
Kommissarin Valeria Ferro (Miriam Leone) ist die Hauptfigur der italienischen Krimi-Serie. Foto: La Rai Kommissarin Valeria Ferro (Miriam Leone) ist die Hauptfigur der italienischen Krimi-Serie.
Für Krimi-Fans ist der Sommer eine grausame Zeit. Ob "Tatort", "Die Chefin", "Der Alte", "Der Staatsanwalt" oder "Ein Fall für zwei", ob ZDF-Montags- oder ARD-Donnerstagskrimi: Überall nur Wiederholungen oder gleich komplette Sendepause. Schön, dass wenigstens Arte noch ein Herz für die Anhänger von Mord und Totschlag auf der Mattscheibe zeigt und dabei auch mal über den heimischen Tellerrand hinausschaut.

"Die Toten von Turin" heißt die Italo-Serie, wovon Arte die ersten Teile bereits vor Monaten sendete. Die zweite Hälfte der ersten Staffel ging jetzt mit der siebten Episode auf Sendung und dreht sich um den Fund von zwei jungen Frauen am Ufer des Po in Turin. Die eine heißt Stefania und ist tot, die andere bewusstlos in Folge einer Überdosis Rauschgift. Stefania lebte und arbeitete in einem Kloster, deren Oberin sich schon um sie gekümmert hatte, als sie noch ein Kind war.

Italo-Krimi ohne Mafia

"Die Toten von Turin" verzichtet weitgehend auf das in Italo-Serien so beliebte Mafia-Motiv, was sich sehr positiv bemerkbar macht. Es gibt keine klischeehaften Killer und Bosse, dafür zwar konventionelle, aber ausreichend individualisierte Charaktere in der Handlung. Das Kloster in der Handlung sorgt für einige atmosphärische und mit passender Klangkulisse unterlegte Bilder. Dazu kommt ein spannender Kontrast: Auf der einen Seite das drogensüchtige und latent suizidale Mädchen, auf der anderen Seite das Klosterleben mit der Hingabe an Gebet und Kontemplation.

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Mit der Novizin, die sich am Ende mit spannungsvollem Blick die Haare schneidet, findet die Episode auch ein gutes Bild zum Ausklang. Zu viel sollte man dennoch nicht erwarten: Auch Miriam Leone, einst zur schönsten Frau Italiens gekürt, muss sich als ermittelnde Kommissarin Valeria Ferro mit allerlei privaten Problemen mit Mutter und Bruder herumschlagen. Dagegen kommt die Täterseite erheblich zu kurz.

Ohne Ehrgeiz heruntergekurbelt

Auch wirken viele Dialoge seltsam gestelzt. Und von Turin als Kulisse ist auch nicht eben viel zu sehen – die Serie könnte im Prinzip überall spielen. So bleibt am Ende der Eindruck einer routinierten und stellenweise lustlosen TV-Produktion zwar ohne ausgeprägte Schwächen, aber auch ohne sonderlichen Ehrgeiz.
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