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TV-Kritik: "Dr. Klein": Gerne noch mehr Witz

Von Die Serie mit Christine Urspruch gefällt durch ihre saloppe und satirische Art, könnte aber noch mehr an Biss vertragen.
Dr. Valerie Klein (Christine Urspruch, l.), Dr. Jonas Müller (Michael Klammer, M.) und Kaan Gül (Karim Günes, r.) klären Felix (Colin Joel Helmke, liegend) über seine OP auf. Foto: Markus Fenchel/ZDF Dr. Valerie Klein (Christine Urspruch, l.), Dr. Jonas Müller (Michael Klammer, M.) und Kaan Gül (Karim Günes, r.) klären Felix (Colin Joel Helmke, liegend) über seine OP auf.
Dr. Valerie Klein macht ihrem Namen alle Ehre, wird sie doch von der 1,32 Meter großen Christine Urspruch verkörpert. Man kennt sie auch als Rechtsmedizinerin Alberich aus den Münsteraner "Tatort"-Krimis. Im Verlauf der bisher drei Staffeln zieht sie von Frankfurt am Main nach Stuttgart, um sich dort um ihren dement werdenden Vater Professor Dr. Peter Wagner (Karl Kranzkowski), einst Klinikchef der Kinderklinik Rosenstein, besser kümmern zu können. Sie tritt ihren Posten als Leitende Oberärztin an.
 
Das bringt viele Probleme mit sich. So mit Oberarzt Dr. Bernd Lang, der eine kleinwüchsige Chefin nur schwer akzeptieren kann. Das Personal der Klinik sorgt auch sonst für jede Menge Herausforderungen, mit Dr. Klein wie untereinander. So in dieser Folge Dr. Langs Mutter Grit (Maresa Hörbiger), mit der Dr. Kleins Vater einst eine Affäre hatte. Sie spielte ihrem Sohn vor, an einem Gehirntumor zu leiden, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Nach einem Zusammenbruch untersuchte ihr Sohn sie genauer – und die Mutter erlebt eine Überraschung.

Nemec war dort mal schwul

 
Wie in jeder Krankenhauserie - "In aller Freundschaft" lässt grüßen - gehen die Beziehungen zwischen den handelnden Charakteren kreuz und quer durcheinander, um die Handlungsmaschinerie ordentlich am Laufen zu halten. Schlagzeilen machte die Reihe auch mit dem schwulen und mit einem Restaurantbesitzer verbandelten Chefarzt Prof. Dr. Magnus Eisner (Miroslav Nemec), der aber leider schon in der ersten Staffel ums Leben kam. Mittelpunkt dieser Episode ist der zehnjährige Felix Lauser (Colin Joel Helmke). Der Junge wird  nach einem Asthma-Anfall ins Krankenhaus eingeliefert.
 

Gerne noch mehr Pointen

 
Schnell kommt die Vermutung auf, der Junge könnte vor allem durch seine Pflicht als Dolmetscher für seine gehörlose Mutter überfordert sein. Man ahnt es aber schon, wenn man Christine Urspruch sieht: Anders als bei „In aller Freundschaft“ und anderen Arzt- und Krankenhausserien geht es bei Dr. Klein nicht besonders melodramatisch und medizinisch zu. Urspruchs kecke Art kommt schon im Vorspann deutlich zum Vorspann. Eine milde, aber wirkungsvolle Situationskomik und deutlicher Wortwitz sorgen dafür, dass man als Zuschauer nicht nur mit der Handlung mitfiebert, sondern wie einst bei „Die Zwei“ mit Roger Moore und Tony Curtis auch stets auf die nächste Pointe lauert.
 
Störend fallen die Gedanken Dr. Kleins auf, die in Voice-over-Technik in die Filmhandlung einfließt. Sie wollen der Szenerie etwas Tiefsinniges verleihen, erweisen sich aber schnell als schlichtweg überflüssig und harmonieren auch nicht mit der saloppen Art, mit der Drehbuch und Regie sich hier ihren Charakteren nähern. Außerdem machen gerade die satirischen Aspekte von „Dr. Klein“ so viel Spaß, das man gerne noch ein wenig mehr davon hätte.
 
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