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TV-Kritik: "Energiewende – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit": Das eindeutige Fazit

Die Sendung gibt umfassenden Einblick in die Probleme, welche die Umrüstung auf erneuerbare Energien mit sich bringt.
Vogelperspektive auf das Firmengelände des Familienunternehmen Sladek in Schönau. Foto: Esteban Garzon Vogelperspektive auf das Firmengelände des Familienunternehmen Sladek in Schönau.
Seit der berühmten Autofahrt von Berta Benz von Mannheim nach Pforzheim im Jahr 1888 hat der Verbrennungsmotor die Welt erobert. Doch bald soll für den Antrieb mittels Benzin und Diesel die Zeit abgelaufen sein. Dabei geht es längst nicht mehr nur um freudloses dahinschleichen: Der Tesla und andere Sport- und Luxuswagen mit Elektromotor haben bewiesen, wie sexy Mobilität mit dieser Antriebstechnik sein kann.

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Aber der Umstieg von fossilen Brennstoffen zur Energieversorgung mittels Strom aus Windkraft und Solaranlagen wird alles andere als einfach, wie die ZDF-Reportage beweist. Der Titel deutet es schon an: Es geht darum, den Raum "zwischen Wunsch und Wirklichkeit" auszuleuchten. Der Film schlägt dabei eine mitunter sentimental-derbe, aber wirkungsvolle Tonlage an. Erwin Karg, Bürgermeister der Gemeinde Fuchstal in Bayern: "Wenn man als Bürgermeister mit Windkraft zu tun hat, ist man eine arme Sau!"

Elektroautos und Windräder als Lösung?

Ab 2050 soll Energie in Deutschland überwiegend treibhausgasneutral erzeugt werden. Das betrifft den Verkehr ebenso wie Strom, Wärme, Verkehr und Industrie. Die „Verspargelung“ der Landschaft durch Windräder ist dabei freilich nur eines von vielen Problemen. Auch wenn die Elektrotechnik in den letzten Jahren sagenhafte Fortschritte gemacht hat, hinken die Zulassungszahlen für Elektroautos noch weit hinter den angestrebten Zwischenzielen hinterher.
 
Zu teuer, mangelnde Möglichkeiten zum Aufladen und im Vergleich zum Benziner immer noch zu geringe Reichweitelauten die gängigen Kritikpunkte. Die Reportage versucht dem Thema umfangreich gerecht zu werden. Vor allem mit Information über Information: Es gibt eine Vielzahl von Zahlen und Grafiken über Megawatt-Leistungen oder politische Programme, den Einsatz erneuerbarer Energien betreffend.

Ein frustrierter Bürgermeister

Die menschliche Seite bleibt dabei keine Nebensache. Steine werden Anhängern erneuerbarer Energien von allen Seiten in den Weg gelegt. Erwin Karg weiß ein Lied davon zu singen. Viel Geld hatte die Gemeinde schon in Forschungen und Gutachten investiert, doch Gegner ließen die Pläne platzen. Es gibt dabei viele Vorschriften einzuhalten – auch solche, die sich als echte Gummiparagraphen erweisen. Wie Karg erging es auch anderen Bürgermeistern. Das Ergebnis, zu dem die Sendung letztendlich kommt, spricht sie schon früh aus: "Energiewende ist mühsam!"
 
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