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TV-Kritik: "Familienfieber": Ein Baby sorgt für Spannung

Von "Der Bergdoktor" hat mit jeder Menge privaten Verwicklungen zu kämpfen – aber das Beste ist hier wirklich die Hauptgeschichte.
Eine glückliche Familie: Jakob (Harald Windisch) und Sabine Wimmer (Nele Mueller-Stöfen) mit Baby Leo am Pool. Foto: Stefanie Leo Eine glückliche Familie: Jakob (Harald Windisch) und Sabine Wimmer (Nele Mueller-Stöfen) mit Baby Leo am Pool.
Frankfurt.  Die Verwicklungen vergangener Epochen machen Bergdoktor Martin Gruber (Hans Sigl) wieder heftig zu schaffen. Nach einem kurzen Abriss der Vorgeschichte – Grubers Verbindung mit Exfreundin Anne, die Zweifel von Nichte Lilli (Ronja Forcher) an ihrer Berufswahl, dazu noch jede Menge weitere  Meinungsverschiedenheiten zwischen aktuellen und vergangenen Beziehungspartnern kommt der Film allerdings relativ schnell auf den Haupterzählungsstrang der Episode.
 
 Und der betrifft das Baby Leo Wimmer. Der erkrankte Junge leidet unter heftigen Fieberattacken. Grund könnte eine vererbte Immunkrankheit sein. Währenddessen stellt Kathi (Cosima Lehninger), Leos wesentlich ältere Schwester, ihren Eltern ihren Freund Tobias Ritter (Sebastian Fräsdorf) vor. Aber weder Kathi noch ihr Vater Jakob (Harakld Windisch) bemerken den schockierten Blick von Kathis Mutter Sabine (Nele Mueller-Stoefen)) beim Anblick von Tobias. Die beiden sind sich schon einmal begegnet, und dabei kam es zu Intimitäten – neun Monate vor Leos Geburt.

Mutter mit Fehltritt

 Nur Gruber, der zeitgleich das Haus der Wimmers verlässt, fällt die distanzierte Stimmung zwischen Karthis Mutter und ihrem neuen Freund kurz auf. Doch die Blutproben, die Gruber dem Baby und seinem vermeintlichen Vater entnommen hat, geben eindeutig Auskunft darüber, dass Jakob nicht Leos Vater ist. Doch Martin kommt schnell dahinter, wer Leos leiblicher Vater ist. Und das tut dem Film eher weniger gut. Gruber zieht hier viel zu schnell und mühelos die richtigen Schlussfolgerungen.
 
 Ansonsten ist der Film aber durchaus ansehnlich geworden – wenn man mal außer Acht lässt, dass die Haupthandlung um Leo so geschickt aufgebaut und umgesetzt wurde, dass dagegen die Beziehungsprobleme Grubers doch ein wenig verblassen. Allerdings verläuft das in vielen Serien genutzte horizontale Erzählen insgesamt nur in wenigen Fällen so überzeugend wie in „Der Bergdoktor“. So auch hier: Die Geschichte um das Baby wirkt berührend, wenn auch nicht so glänzend wie einst im Weihnachtsfilm „Wunschkind“.

Etliche gute Szenen

 Hier gibt es zwischen einer regulären Folge und einem Special doch noch merkliche Unterschiede. Ansonsten gibt aber schon der vergangene Fehltritt der Mutter vor ihrer ahnungslosen Familie der Geschichte eine hohe Grundspannung, die der Film auch bis zum Ende nicht mehr abfallen lässt. Das Drehbuch konstruiert daraus auch eine ganze Reihe intensiver Szenen, etwa wenn Gruber in Gegenwart des vermeintlichen Vaters am Telefon eine brisante Information bekommt. Es sind auch diese feinen Details, die der Serie ihren langjährigen Erfolg beschert haben.
 
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