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TV-Kritik: "Hart aber fair": Sittler stellte die beste Frage

In der Plasberg-Sendung zum TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz setzte der Schauspieler markante Akzente.
In der Diskussionssendung ging es um Nachbetrachtungen zum Schlagabtausch vor der Kanzlerwahl am 24. September. Foto: (ARD-Programmdirektion) In der Diskussionssendung ging es um Nachbetrachtungen zum Schlagabtausch vor der Kanzlerwahl am 24. September.
Kommt jetzt die ewige Kanzlerin? Wenn Merkel die Wahl erwartungsgemäß gewinnt, bringt sie es auf sechzehn Amtsjahre und hat damit Helmut Kohls Rekord eingeholt. Die Diskussion bei Frank Plasberg widmete sich der Nachanalyse des Schlagabtauschs zwischen Angela Merkel und Martin Schulz. Eingeladen waren dazu die YouTuberin Lisa Sophie, die den Kanal „Itscoleslaw“ betreibt, Sigmund Gottlieb, bis vor kurzem noch Chefredakteur des Bayrischen Rundfunks, die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Julia Glöckler, SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Oppermann und Schauspieler Walter Sittler.

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"Es gibt noch Leidenschaft in der politischen Debatte in Deutschland" leitete Plasberg die Diskussion ein. Die Zusammenstellung ließ dabei keine großen Überraschungen erwarten. Natürlich nannte Oppermann Schulz souverän und strich dessen Standpunkt in den Türkei-Beitrittsverhandlungen heraus. Logischerweise stellte sich Glöckler voll und ganz hinter Merkel, wobei sie von Sigmund Gottlieb bemerkenswerte verbale Unterstützung erfuhr. "Beißhemmungen" habe Schulz gehabt und seine Grenzen gezeigt bekommen.

Merkel-Unterstützer Gottlieb

Aus seiner Sympathie für Merkel machte Gottlieb auch sonst keinen Hehl. Merkel habe "in Besonnenheit und Differenziertheit Martin Schulz wieder vom Baum runtergeholt". Merkel sei ein "rock in the sea of change", wie er enthusiastisch aus der New York Times zitierte. Thomas Oppermann, der ohnehin nicht allzu häufig zu Wort kam, wirkte angesichts dieser Begeisterung zwar routiniert souverän, aber dennoch wie auf verlorenem Posten. Man konnte Mitleid mit ihm haben, zumal auch Plasberg ihm zusetzte.
 
Mitunter trug die Sendung skurrile Züge. Eine Mitarbeiterin Plasbergs ging mit Mikrophon und einer Standfigur von Martin Schulz bewaffnet in Sichtweite des Kanzlerbüros auf Tour und ließ Passanten dem SPD-Herausforderer die Meinung sagen. Wozu diese Einlage? Es hätte bestimmt nichts geschadet, zu ausgewachsenen Politprofis wie Oppermann und Glöckler auch mal zwei, drei Leute von der Straße, vom Rentner bis zum Arbeiter, in die Diskussion zu holen.

Sittler fragte nach Billigarbeitern

Walter Sittler regte an, nach Vorbild der US-Präsidentschaft eine Begrenzung der Amtszeit einzuführen. Hier hätte die Diskussion eine neue Richtung nehmen können, in welchen Maß Politiker im Rahmen ihrer Parteigebundenheit überhaupt in der Lage sind, eigene Akzente zu setzen. Ansonsten fielen von Sittler einige der besten Bemerkungen des Abends. Die Wirtschaft müsse Demokratie-konform  werden, forderte er, und vor allem fragte er: "Warum haben wir sieben Millionen Geringverdiener?"
 
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