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TV-Kritik: "Helene Fischer": Helene, Helene!

Von In einem wilden Konzert im Münchner Kesselhaus gab die Schlagerikone alles und vor allem ihre neuen Lieder.
Die Sängerin Helene Fischer ist in der RTL-Talkshow «Mensch Gottschalk» am 28.05.2017 in Berlin zu Gast. Foto: Jörg Carstensen (dpa) Die Sängerin Helene Fischer ist in der RTL-Talkshow «Mensch Gottschalk» am 28.05.2017 in Berlin zu Gast.
Die Frau ist ein Phänomen. Fast alles, was sie anfasst, wird zu Gold oder gleich zu Platin. Sie hat den deutschen Schlager wieder salonfähig gemacht – ach was, sie hat ihn auf ungeahnte Höhen geführt. Dass sie kürzlich beim Pokalfinale des DFB im Berliner Olympiastadion heftig ausgepfiffen wurde – weswegen noch mal? -  scheint ihr nicht geschadet zu haben, im Gegenteil: So wirkt die von Erfolg verwöhnte Sängerin sogar wieder menschlicher.
 
Keine Glamourfrau, die wie von Flügeln getragen von Erfolg zu Erfolg eilt, sondern eine von uns. Und so kommt sie auch rüber in diesem Konzert aus dem Münchner Kesselhaus. Als intimes Clubkonzert preist die ARD die Sendung an. Nun ja, so was kann man weiträumig interpretieren. Angesichts der zahlreichen begeisterten Zuhörer, der unübersehbaren Schar von Fans denkt man bestimmt nicht an ein kleines Konzert.
 

Schlager auf die sportliche Art

 
Für Fans hat es sich natürlich rentiert. Sie erlebten eine Helene Fischer inmitten ihrer Band, eine Frau, die sich wieder ausgesprochen sportlich gab, schwitzte, sich abrackerte und mit fröhlicher Energie über die Bühne wirbelte. Helene Fischer ist längst ein Star, kommt aber nicht so rüber. Sie hat viel vom Sex-Appeal  jenes netten Mädchens aus der Nachbarschaft, wie sie um 1960 in der Filmlandschaft etwa von Doris Day verkörpert wurde.

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Im Focus standen dabei die Stücke aus ihrem neuen Album. Und das, "Helene Fischer" betitelt, steht nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz an der Spitze der Charts. Es ist das erste komplett neue Album, seit sich vor vier Jahren "Farbenspiel" zu einem Mega-Erfolg entwickelte. Und natürlich macht Helene mit ihrer klaren und emotionalen Singstimme genau da weiter, wo sie eigentlich nie aufgehört hat.
 

Titel als Programm

 
"Nur mit dir", "Sonne auf der Haut": Das klingt nach gängigen Schlagertiteln, die aber hier dank schmissiger Rhythmen und einprägsamer Melodien sofort ins Ohr gehen. Vom verstaubten Schlagerimage mit Schunkeleffekt keine Spur. Stattdessen "Das volle Programm", ein Titel, der sehr wohl als Programm zu verstehen ist. Für die Sängerin, ihr Konzept und diesen Konzertabend. Jeder kommt hier nämlich zu seinem Recht. Fans, Musiker, Techniker und Leute, die ihr nahestehen.
 
Zum Rausschmeißen gibt es natürlich "Atemlos durch die Nacht". Mit einem „Dankeschön“, tiefen Verbeugungen und einem Kniefall entließ Helene Fischer ihre begeisterte Zuhörerschaft nach Hause.
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