Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 26°C

TV-Kritik: "Hirschhausens Check-Up": Eine höchst bemerkenswerte Idee

Von Dr. Eckart von Hirschhausen äußert hier eine dringend nötige Anregung, die es verdeint, gehört zu werden!
Eckart von Hirschhausen (l) beim Abendessen mit seinem Bettnachbarn in der Psychiatrie. Foto: (WDR Presse und Information/Bildk) Eckart von Hirschhausen (l) beim Abendessen mit seinem Bettnachbarn in der Psychiatrie.
Moderator, Buchautor, Arzt: Dr. Eckart von Hirschhausen zeigt sich für viele Sendeformate geeignet. Auch für medizinische Themen natürlich. Wie hier im Dreiteiler "Hirschhausens Check-Up", der die Altersstruktur rückwärts durchläuft: Letzte Woche ging es um gutes Altern, nächste Woche um den Start ins Leben. Und diesmal ist die Mitte des Lebens dran: Die Sendung richtet sich an die Fünfzigjährigen.
 
Fünfzig ist ein Alter, in dem sich laut Hirschhausen die meisten Menschen lieber als die neuen Dreißigjährigen begreifen wollen. Die wesentlichen Entscheidungen im Leben sind gefallen, vieles ist nicht mehr umkehrbar. Vor hundert Jahren noch wurden nur wenige Menschen so alt, Hunger, Kriege und Krankheiten setzten ihnen hart zu. Dich mit den Fortschritten in Ernährung, Hygiene und Medizin stieg auch die Lebenserwartung steil nach oben.
 

Das verflixte Fünfzigste

 
Wer heute fünfzig Jahre alt ist, hat statistisch noch knapp dreißig weitere Jahre vor sich. Und längst nicht jeder ist in der Lage, mit den Herausforderungen, die in diesem Abschnitt auf ihn warten, adäquat umzugehen. Es geht deswegen in der Sendung um psychische Erkrankungen wie Depressionen, Psychosen und das Hören von Stimmen. Und um die Ursachen und  Auswirkungen von Stress.
 
Zur näheren Untersuchungen geht es nach Würzburg, statistisch die deutsche Stadt mit den wenigsten Herzinfarkten. Und in eine psychiatrische Klinik, wo Hirschhausen sich auch näher mit Patienten unterhält. Ein echtes Konzept ist dabei aber kaum erkennbar. Mal spricht Hirschhausen betont fröhlich und locker, dann wieder zeigt er sich deutlich ernster und erinnert sich an kranke Schulkameraden oder Studienkollegen, die sich das Leben genommen haben.
 

Eine Idee zum Nachdenken

 
Ähnlich ungeordnet ohne Konzept geht es auch weiter zu. Manches hinterlässt gar den Eindruck einer blanken Beliebigkeit. Dennoch sagt Hirschhausen in der Dokumentation an einer Stelle etwas überaus Wahres und Sinnvolles: "Warum ist Gesundheit und seelische Gesundheit kein Schulfach? Wir lernen keinen einzigen Tag etwas über Panikattacken!"
 
Hirschhausen plädiert eindringlich dafür, Grundkenntnisse über seelische Krankheiten zu vermitteln. Angesichts der immensen Wichtigkeit psychischer Gesundheit ein sehr wertvoller Vorschlag, der eine Innovation im Schulwesen auslösen sollte!


Die ganze Sendung gibt es hier
Zur Startseite Mehr aus TV-Kritik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse