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TV-Kritik: "Hirschhausens Check-Up": So kann Kindererziehung funktionieren

Im dritten und letzten Teil "Wie der Start ins Leben gelingt" widmet sich der Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen der frühkindlichen Phase.
Eckart von Hirschhausen (r.) als Zuschauer beim "Känguruing": Körperliche Nähe ist für Frühchen besonders wichtig. Foto: WDR/Gidon Lasch Eckart von Hirschhausen (r.) als Zuschauer beim "Känguruing": Körperliche Nähe ist für Frühchen besonders wichtig.
Ins berühmteste Krankenhaus Deutschlands geht Dr. Eckart von Hirschhausen in der dritten und letzten Ausgabe seiner Sendereihe "Hirschhausens Check-Up". Der Besuch bedeutet für ihn zugleich eine Rückkehr zu seinen medizinischen Wurzeln: An der Berliner Charité hat Hirschhausen einst selbst gearbeitet. Der Zusatztitel "Wie der Start ins Leben gelingt" für die Sendung verrät dabei schon, worum es hier geht, nämlich um Kinder und Babys.
 
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Geburten bedeuten für die Mitarbeiter der Charité im Wesentlichen Routine: Rund 5000 Kinder kommen hier jedes Jahr auf die Welt. Aber es hat sich natürlich in den letzten Jahren viel dort geändert. Besonders die Versorgung von Frühgeburten zeigt sich erheblich verbessert. Auch Frühchen bekommen heute regelmäßig Kontakt zu ihren Eltern, spüren ihre Nähe und Zuneigung, was langfristig ihre Chancen verbessert.

Ganz wichtig: der persönliche Kontakt


Welchen Stellenwert der Kontakt von Babys zu festen Bezugspersonen einnimmt, macht die Sendung in vieler Hinsicht deutlich. Bei der Geburt sind die Gehirnzellen eines Babys noch wenig miteinander verknüpft. Im Lernprozess verbinden sich die Synapsen genannten Stellen der neuronalen Verknüpfung miteinander. Ob freilich Babys in dieser Phase tatsächlich jede Sprache lernen können, wie in der Sendung behauptet, dürfte zweifelhaft sein.
 
Menschen kommen, wie an anderer Stelle in einem Experiment über den Wagemut von Babys an einer Glasplatte deutlich wird, nicht als quasi unbeschriebene weiße Blätter auf die Welt. Das "genetische Startpaket" sieht bei jedem anders aus. "Wie der Start ins Leben gelingt" widmet sich ausführlich vielen Bereichen frühkindlicher Entwicklung, die bereits mit dem Augenblick der Zeugung im Mutterbauch beginnt. Und klärt dabei auch über die Risiken von mütterlichem Fehlverhalten auf.

Behinderungen und Tod


Wobei natürlich nicht immer die Mutter an allem schuld sein muss: Nicht nur bereits geringste Mengen Alkohol oder Nikotin können Kinder erheblich schädigen, auch Stress, Kummer oder Depressionen von werdenden Müttern wirken sich auf ihre Föten negativ auf das Gehirnwachstum aus. Aber Schattenseiten wie Behinderungen samt Trisomie 21 ("Down-Syndrom") oder der Tod von Kindern kommen zur Sprache. Eltern liefert die Sendung wertvolle Erziehungstipps.

Hirschhausen führt mit lässiger Hand hindurch, wobei er zu Beginn sogar im Gespräch mit seiner Mutter auf seine eigene Kindheit zurückschaut. Ihm ist ein nicht nur informativer, sondern mitunter auch witziger und anrührender dritter Teil von "Check-Up" gelungen, der viel Verständnis weckt. Besonders gut getroffen zeigt sich dabei an vielen Stellen die Auswahl der Musik. Und auch ein neues Wort lernt der Zuschauer dabei: Wer hat schon mal was von "Känguruing" gehört?
 
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