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TV-Kritik: "Im Knast": Auch die zweite Staffel macht Spaß

Von Erdem, Manfred und Alexander müssen sich im Auftakt "Ärger im Paradies" unter anderem mit einer neuen Gefängnisleitung herumschlagen.
Manfred „Manni“ Schuster (Tristan Seith, l.), Therapeutin Nora Meindl (Marleen Lohse, 2.v.l.), Erdem Azimut (Denis Moschitto, 2.v.r.) und „Der Graf“ Alexander Vontrab (Manuel Rubey, r.) bilden gemeinsam eine Bastion gegen den Knast-Wahnsinn. Foto: Stefan Erhard Manfred „Manni“ Schuster (Tristan Seith, l.), Therapeutin Nora Meindl (Marleen Lohse, 2.v.l.), Erdem Azimut (Denis Moschitto, 2.v.r.) und „Der Graf“ Alexander Vontrab (Manuel Rubey, r.) bilden gemeinsam eine Bastion gegen den Knast-Wahnsinn.
Ein Gefängnis als Hintergrund eignet sich für viele Filmgenres, vom einfühlsamen Charakterdrama über Thriller bis hin zu Sitcoms. Für Sitcoms bringt ein Knast bereits durch seine beengten Lebensverhältnisse die nötige Kammerspielatmosphäre mit. In eben dieser Atmosphäre haben sich in der ZDFneo-Sitcom "Im Knast" die drei Knackis Erdem Azimut (Denis Moschitto), Manfred Schuster (Tristan Seith) und Alexander Vontrab (Manuel Rubey) kennengelernt.
 
Schwere Jungs sind alle drei: Einer klaute im großen Stil, einer tackerte ein Genital seines Vorgesetzten und einer finanzierte sich durch Immobilienbetrug im Hochpreisbereich. Dieb Edem fällt dabei besonders durch Bauernschläue auf. Betrüger Alexander Vontrab, passenderweise auch „Der Graf“ genannt, glänzt durch distinguierte Arroganz. Und Manfred "Manni" Schuster erweckt schon durch seine bärenhafte Erscheinung den Eindruck gutmütiger Tapsigkeit.

Die neue Direktorin meint es ernst

Hinter der, seine Vergangenheit lässt es  vermuten, natürlich auch ein kraftstrotzender und unberechenbarer Choleriker lauert. Das Trio darf sich abwechselnd mit diversen russischen Häftlingen herumschlagen oder der Gefängnispsychologin Nora Meindl (Marleen Lohse) schöne Augen machen, wobei besonders Manni mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt. Durch eine Knastrevolte in der ersten Staffel kommt es diesmal aber besonders dick.

Hier geht es zur ganzen Folge
 
Katy Karrenbauer als neue Justizsenatorin degradiert den bisherigen Gefängnisdirektor Dr. Kempers (Wilfried Hochholdinger) zum Schließer und setzt Frau Fuchs an dessen Stelle als Leiterin der JVA ein. Die wird von ChrisTine Urspruch (Silke Haller alias Alberich aus "Tatort“ Münster") gespielt und zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie nach dem eher lockeren Regiment ihres Vorgängers gänzlich andere Saiten aufzieht. Nur gut, dass das Trio ein verwildertes Gartengrundstück zum zeitweiligen Rückzug entdeckt.

ChriTine Urspruch hätte mehr verdient

Die Eigenarten des Trios gut dabei zur Geltung. Den gewohnten Wortwitz der ersten Staffel ergänzen die Macher durch rasante Schnitte im optischen wie klangtechnischen Bereich, wo abwechselnd verschiedene Musikstile das Trio durch den Knastalltag begleitet. Insgesamt ergibt sich daraus eine äußerst unterhaltsame Mischung aus Witz und einer kleinen Prise Sentimentalität. Urspruch macht sich aber schon durch ihr gewohnt entschiedenes Auftreten so gut in der Rolle, dass man ihr eine erheblich stärkere Präsenz im Handlungsverlauf  gewünscht hätte.
 
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