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TV-Kritik: "In der Falle": Was hier das Ansehen lohnt

Von Der fünfte Teil der Bozen-Krimis präsentierte sich mit zu viel Handlung überfrachtet. Allerdings gibt es darin auch Szenen, die kein Krimi-Fan verpassen sollte.
Der verzweifelte Stefan Keller (Heio von Stetten) will seine geliebte Frau Charlotte (Julia Stemberger) retten. Dabei setzt er alles auf eine Karte. Foto: (WDR Presse und Information/Redak) Der verzweifelte Stefan Keller (Heio von Stetten) will seine geliebte Frau Charlotte (Julia Stemberger) retten. Dabei setzt er alles auf eine Karte.
Reisefreudig Zeigt sich der Donnerstag-Krimi  der ARD schon seit längerem: So standen schon Geschichten aus Athen, Island, Urbino (durch den darin enthaltenen Humor eher eine Ausnahme-Erscheinung in der Krimi-Landschaft) und Tel Aviv auf dem Programm. Den Anfang machte aber die Bozen-Krimi-Reihe, wo es die aus Frankfurt am Main kommende Kommissarin Sonja Schwarz (Chiara Schoras) der Liebe wegen nach Südtirol verschlägt.
 
Dort wartete viel Arbeit auf sie: Unter anderem musste sie sich mit allerlei Mafia-Mitgliedern dem Lokalpolitiker Stefan Keller (Hajo von Stetten), dessen Frau selbst über Kontakte ins organisierte Verbrechen verfügt, und einer möglichen Verstrickung ihres Mannes in einen Mordfall  herumschlagen. Neben abgeschlossenen Episoden gab es horizontale Verwicklungen über mehrere Folgen hinweg. Eine Menge an Sub-Plots also, und dort durchzublicken, wurde immer schwieriger.
 

Prügel im Gefängnis

 
Schließlich vergisst der Zuschauer bei maximal zwei Episoden im Jahr auch viele Zusammenhänge wieder. In der aktuell fünften Episode kommt wenigstens mal eine Nebenhandlung zu einem vorläufigen Abschluss: Hauptsächlich dreht es sich dabei dreht sich um Stefan Keller, dessen Frau Charlotte (Julia Stemberger) im Gefängnis sitzt. Dort bezieht sie eine heftige Tracht Prügel, um sie davor zu warnen, ihre Verbindungen zu Mafia-Gastronom Francesco Rossi (Thomas Sarbacher) offenzulegen.
 
Ihr Mann entführt daraufhin Schwarz‘ Stieftochter Laura (Charleen Deetz), um seine Frau aus dem Gefängnis freizupressen. Daneben gibt es auch wieder eine Episodenhandlung um die Leiche einer Erntehelferin im Haus des Winzers Hans Kofler (Anton Algrang) mit vielen Verdächtigen. Ach ja, und eine bemerkenswert kühle und zielstrebige Mafia-Jägerin namens Carla Pisani (Jeanette  Hain) erscheint auch noch auf der Bildfläche.
 

Der Showdown ist ein Muss

 
Die vielen Handlungsfäden gestalten den fünften Teil nicht nur unübersichtlich, sondern auch phasenweise etwas zäh und Dialog-lastig. Der rasante Thrill des vierten und bisher besten Teils "Am Abgrund" will sich deswegen nicht einstellen. Erst gegen Ende des Films kommt mit einer wilden Verfolgungsjagd in der historischen Festung Franzenfeste, wo Stefan Keller Laura gefangen hält, endlich mal Bewegung in die Szenerie.
 
Neben der gekonnten Regie bei der Lauras Flucht durch ein Labyrinth unterirdischer Gänge beeindruckt den ganzen Film durch noch Hajo von Stetten als verzweifelter Ehemann, der seine Frau schützen will. Dass sich Regisseur Torsten Näter auf Action versteht, hat er bereits in "Am Abgrund" eindrucksvoll bewiesen. Es wäre aber schön, wenn sich die Reihe in Zukunft handlungstechnisch übersichtlicher präsentieren würde. "Am Abgrund" hat schon bewiesen, welches Potential in der Reihe steckt.

Die ganze Folge gibt es hier
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