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TV-Kritik: "Jenseits von Eden": Auf Klamauk gebürstet

Von Der Auftakt zur neuen "Alarm für Cobra 11"-Staffel kommt als wilder Mix von DDR-Putsch, Action und flotten Sprüchen.
Die pinke Stretchlimo, in der das Brautpaar eigentlich zur Trauung fahren soll, wird angegriffen und hebt mit Paul (Daniel Roesner) und Semir (Erdogan Atalay) ab. Foto: Jenseits von Eden Die pinke Stretchlimo, in der das Brautpaar eigentlich zur Trauung fahren soll, wird angegriffen und hebt mit Paul (Daniel Roesner) und Semir (Erdogan Atalay) ab.
Seit dem Abgang von Vinzenz Kiefer als Alexander Brandt hat sich der Action-Dauerbrenner aus Köln ein weiteres Mal grundlegend gewandelt. Von der düster-gewaltsamen Atmosphäre, der Melancholie und der grimmigen Zielstrebigkeit, die besonders der Brandt-Erstling "Revolution" spüren ließ, ist rein gar nichts mehr übrig geblieben. Eine Entwicklung, die manch ein Fan der Serie mit gemischten Gefühlen betrachten dürfte.   
 
Ältere Folgen des RTL-Dauerbrenners zeigten sich aber ähnlich komödiantisch angelegt. Für eine Überraschung sorgt hier im Auftakt zur neuen Staffel schon mal eine prominent besetzte Nebenrolle: Martin Brambach spielt Ronny Dubinski, einen fiktiven Sohn des  DDR-Diktators Erich Honecker, der als Yoga-Guru in Südamerika lebt. Er wird von fanatischen DDR-Anhängern gekidnappt, die mit ihm als Galionsfigur eine neue sozialistische Diktatur in Deutschland errichten wollen.
 

Hier ist nichts, was man ernst nehmen müsste

 
Das ruft natürlich die Action-Cops Semir Gerkhan (Erdogan Atalay) und seinen Kollegen Paul Renner (Daniel Roesner) auf den Plan. Sie müssen eingreifen, obwohl Gerkhan eigentlich gerade seine Andrea (Carina Wiese) zum zweiten Mal heiraten will und allerlei Schabernack auf die Brautleute wartet. Eine passende Nebenhandlung: Ernsthaft wird es dabei nämlich auch während Gerkhans und Renners Einsatz nicht.
 
Die Zielrichtung steht schon fest, wenn zu Beginn Dubinski splitternackt vor seinen Entführern flüchten will, niedergeschossen wird und ein bunter Betäubungspfeil aus seinem Hintern ragt. Wobei die Gags zusammen mit den lockeren Sprüchen aber nicht schlecht funktionieren. Der Auftaktfilm kommt ein bisschen so rüber, als hätten sich die Macher durch verschiedene  alte Jerry Lewis-Filme und einigen Folgen von "Männer ohne Nerven" inspirieren lassen.
 

Verfolgungsfahrt mit Stretch-Limousine in Rosa

 
Dazu passen die wie in einem Cartoon agierenden Bösewichter ebenso wie die verschiedenen Einlagen um Semirs Hochzeit. Auch die wie üblich überzogenen, aber kompetent umgesetzten Actionszenen betonen den Komödiantischen Aspekt. So, wenn bei der ersten Verfolgungsfahrt eine pinkfarbene Stretch-Limousine zum Einsatz kommt. Dass das Gefährt den Einsatz auf der Autobahn nicht überlebt, versteht sich dabei von selbst.
 
Kräftig krachen lassen es die Kölner eigentlich immer, und "Jenseits von Eden" bildet im „Alarm für Cobra 11“-Actionkosmos keine Ausnahme.  An "Revolution" reicht die neue 90-Minuten-Folge dabei natürlich nicht heran. Als gut gemachter Action-Klamauk bietet "Jenseits von Eden" aber einen unterhaltsamen TV-Abend. Für einen kräftigen Schuss Nostalgie sorgt neben der Musik der 80er noch  ein Gastauftritt Nino de Angelos als er selbst.
 
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