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TV-Kritik: "Kronprinzessin und Superstar": Victoria von Schweden wird 40

Das Portrait über die schwedische Thronfolgerin zeigt eine sympathische und selbstbewusste junge Frau, die es versteht, auch wichtige Akzente zu setzen.
Schwedens Kronprinzessin Victoria wird 40. Schwedens Kronprinzessin Victoria wird 40.
Drei Tage vor ihrem 40. Geburtstag sendete das ZDF eine umfassende Dokumentation über Kronprinzessin Victoria von Schweden. Geboren am 14. Juli 1977 im Karolinska-Universitätskrankenhaus in Solna, steht Victoria als das älteste Kind König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia von Geburt an im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Film machte deutlich, welchen enormen Druck die junge Frau dadurch verspürte.

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Durch ihre Lese- und Rechtschreibschwäche – die sie wohl von ihrem Vater geerbt hat – musste sie in der Schule besonders hart arbeiten. In den 90er Jahren machte sie durch Essstörungen Schlagzeilen: Es fiel auf, als sie bei öffentlichen Auftritten immer dünner und fragiler wirkte. In der Dokumentation wurde aber auch deutlich, welchen Rückhalt sie in ihrer Familie hat und wie viel Verständnis die junge Frau damals durch ihre Familie erfuhr.

Geboren in der ABBA-Ära

Ihre Geburt fiel in die Epoche von Schlaghosen und der schwedischen Supergruppe ABBA, deren Musik in "Kronprinzessin und Superstar" auch mehrfach erklingt. Eine zum Neujahr 1980 in Kraft getretene Verfassungsreform ermöglichte ihr die Thronfolge, die zuvor auf männliche Königskinder beschränkt gewesen war. Seitdem hat sich aber noch sehr viel mehr geändert, und Victoria hat auch aktiv zu solchen Veränderungen beigetragen.
 
So erschien die Kronprinzessin im Jahr 2013 bei einer großen öffentlichen Gala der schwul-lesbischen Zeitschrift "QX", um den "Homo des Jahres" persönlich zu ehren. Dabei verneigte sie sich sogar vor den versammelten Gästen: eine Geste des Respekts, die normalerweise nur ihrem königlichen Vater zusteht. Es war ein Auftritt, der ihr großen Respekt auch außerhalb der Szene einbrachte. Dort natürlich erst recht: Die Versammlung erhob sich einmütig, um der Kronprinzessin mit rauschendem Beifall zu danken.

Ehepartner mit bürgerlichem Hintergrund

Wie schon ihr Vater heiratete auch Victoria von Schweden einen bürgerlichen Partner: Daniel Westling, einen erfolgreichen Fitness-Unternehmer. Das stets betont bescheiden und bürgernah auftretende Paar hat stark dazu beigetragen, die Stellung der Königlichen Familie  in Schweden wieder zu stärken. Zuvor war die dortige Monarchie durch verschiedene Eskapaden ihres Vaters Carl XVI. Gustaf zeitweise unter Beschuss geraten.
 
Das Adelsportrait vermittelte über die Kronprinzessin hinaus einen umfangreichen Rückblick in die Geschichte der schwedischen Königinnen, unter denen Königin Christina I, Tochter von Gustav II Adolf, besonders herausragt: Ihr Vater führte die Schweden auf protestantischer Seite in den 30-jährigen Krieg und fiel in der Schlacht bei Lützen. Er gilt bis heute für viele Protestanten als Held. Der Übertritt seiner Tochter zum Katholizismus zeigte eine rebellische Seite, mit der sich offenbar auch Victoria gerne identifiziert. Was ihr Auftritt bei der Schwulengala eindrucksvoll unterstrichen hat.
 
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