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TV-Kritik: "Mit dem Einbruch kommt die Angst": So leiden die Opfer

Von Wurde bei Ihnen auch schon einmal eingebrochen? Die "37°"-Sendung "Gestohlenes Vertrauen" zeigt die Folgen solcher Verbrechen.
Alles herausgerissen und von fremden Händen auf der Suche nach Geld und Schmuck durchwühlt: Das Wohnzimmer der Müllers nach der Tat. Foto: ZDF/Marco Müller Alles herausgerissen und von fremden Händen auf der Suche nach Geld und Schmuck durchwühlt: Das Wohnzimmer der Müllers nach der Tat.
Heimkommen ins eigene Refugium. Aussicht auf Entspannung, auf bequeme Klamotten, eventuell Beine hochlegen. Aber sobald die Tür zur eigenen Wohnung oder zum Haus sich geöffnet hat, ist nichts mehr, wie es vorher war: Einbrecher waren da. Und oft ist alles weg, was irgendeinen Wert hatte. Bargeld sowieso, aber auch Schmuck, Goldmünzen, Kameras oder ein Notebook mit wichtigen Arbeitsunterlagen wie Kundendaten.
 
Eine alptraumhafte Vorstellung, aber für viele Menschen wurde sie schon Wirklichkeit. Die "37°"-Sendung „Gestohlenes Vertrauen stellt drei Einbruchsopfer vor. Die alleinerziehende Innenarchitektin Christina, das Ehepaar Manuela und Marco Müller und der Landwirt und Schäfer Jens und seine Frau Katrin haben es erlebt. Sie wissen, wie es sich anfühlt, wenn Schubladen auf dem Boden liegen, die Wäsche überall im Zimmer auf der Suche nach Wertsachen verstreut wurde.

Der materielle Schaden ist nicht alles

Sie kennen das widerliche Gefühl, sich gegenüber Kriminellen vollkommen schutzlos zu fühlen. Die Aussichten, die Täter zu fassen, zeigen sich gering: Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen liegt bundesweit bei gerade einmal 16,9 Prozent. Und der Verlust von Wertsachen, der sich schnell auf eine fünfstellige Schadenshöhe summiert, ist nicht die einzige Folge. Ein Einbruch hinterlässt die Opfer geschockt und schwer traumatisiert, auch wenn sie keine körperlichen Schäden davongetragen haben.

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Zu der brennenden Wut kommt eine schwere Verunsicherung. Wem kann man noch trauen, wem von Privatem erzählen? Manuela, eine Krankenpflegerin, ist misstrauischer geworden. Sie und ihr Mann Marco, der einen erfolgreichen Pflegedienst gegründet hat, haben einen ungewöhnlichen Weg gefunden, mit ihrer Angst fertigzuwerden: Sie laden den Rest der Familie ein. Wenn ihr Haus voller Menschen ist, fühlen sie sich sicherer.

Die Kosten der Sicherheit

Marco Müller lässt sich nach dem Einbruch ein neues Haus bauen. Die reinste Festung: Mindestens 25.000 Euro lässt er sich die zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen kosten. Seine Frau wird nachdenklich, wenn sie sich überlegt, dass sich längst nicht alle einen solchen Sicherheitsstandard leisten können. Christina, die Innenarchitektin, kommt schon bei einem erheblich kleineren Betrag ins Schleudern.

Ihr kleiner Sohn litt noch mehr als seine Mutter. Er brach in Tränen aus, als er das Chaos sah, dass die Verbrecher zurückgelassen hatten, erlebte ihre Hilflosigkeit aus nächster Nähe. Er wollte lange Zeit nicht mehr allein bleiben. Seine Mutter konnte nicht mehr aus dem Haus oder kurz zum Einkaufen. Zu Beginn der Dreharbeiten wollte er sich vom ZDF-Kamerateam nur filmen lassen, wenn er dabei unkenntlich gemacht wurde. Erst später zeigte er sich entspannter.

Auch ländliche Regionen bleiben nicht verschont. Der Schäfer Jens wohnt in einem winzigen Dorf: Das Verbrechen beschäftigt die Einwohner immer noch. Jetzt passen alle besser auf. Und Jens überlegt sich Abwehrmaßnahmen, etwa einen Hund anzuschaffen. Aber kann man Kinder noch unbesorgt draußen spielen lassen,  wenn sich ein möglicherweise hochaggressiver Wachhund auf dem Grundstück befindet?
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