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TV-Kritik: "Neustart": "Die Kanzlei" startet mit einer Glanzleistung

Von Eine Schauspielerin macht hier schon den Auftakt zur neuen Staffel zu einem Muss: Sie spielt eine verzweifelte und überforderte junge Mutter.
Gerd Wohlers (Josef Heynert, l.) und sein Kollege (Komparse, r.) verhaften Leonie (Gro Swantje Kohlhof, 2.v.r.), die Mandantin von Isa von Brede (Sabine Postel, im HG). Die Polizei geht davon aus, dass die junge Mutter ihr Baby getötet hat. Bild: ARD/Georges Pauly Foto: (ARD-Programmdirektion) Gerd Wohlers (Josef Heynert, l.) und sein Kollege (Komparse, r.) verhaften Leonie (Gro Swantje Kohlhof, 2.v.r.), die Mandantin von Isa von Brede (Sabine Postel, im HG). Die Polizei geht davon aus, dass die junge Mutter ihr Baby getötet hat. Bild: ARD/Georges Pauly
Manche Serien erwartet man schon mit der gleichen Vorfreude wie den Besuch alter Freunde, sei dies nun ein "Tatort"-Team, "Der Bergdoktor" oder eben "Die Kanzlei". Dort freuen sich die Rechtsanwälte Isabel von Brede (Sabine Postel) und ihr Partner Markus Gellert (Herbert Knaup) über die endlich erledigten Probleme aus der vergangenen Staffel – die Ergebnisse liefert ihr Dialog für Neueinsteiger in geraffter Form gleich mit – und warten auf neue Kunden.

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Da stolpern auch schon Leonie Krüger (Gro Swantje Hohlhof) und der Rapper Dogan Özdil (Alpa Gun) herein: Leonie Krüger wird beschuldigt, ihr verschwundenes Kind getötet zu haben, und Özdil will aus seinem alten Vertrag mit dem Produzenten Murat Sahin (Bülent Sharif) heraus. Später lässt sich auch noch der alte Mitarbeiter Thomas Zuhse (Oliver Wnuk) blicken: Scheinbar wird er von einem Stalker verfolgt, der ihm ans Leder will.

Sprunghafte Geschichten mit feinen Details

Viel Arbeit also für die Juristen und ihre Mitarbeiter Yasmin (Sophie Dal) und Gudriun (Katrin Pollit). Dass es dabei in der Handlung durch die vielen beteiligten Figuren mitunter recht sprunghaft zugeht, ist in der Serie nichts Neues. Auch nicht die oft mit bemerkenswert feinen Details ausgearbeiteten Charaktere, die den Zuschauer oft im Unklaren darüber lassen, wie er sie denn nun einordnen soll.
 
So gibt es bei Leonie Krüger Anzeichen dafür, dass sie ihr Kind tatsächlich getötet haben könnte. Murat Sahin tritt mit zunächst überbetonter Klischee-Pose auf – um sich dann aber umgehend als seriöser und sogar verantwortungsbewusster Förderer zu entpuppen. Und Zuhse, sonst auf die Rolle des zwanghaften Erbsenzählers festgelegt, darf gegenüber von Brede unerwartete Gefühle offenbaren.

Nur Krüger-Geschichte gut gelöst

Die Auflösung der einzelnen Handlungsstränge gelang den Machern nicht überall gekonnt: Die Rapper-Geschichte ging angesichts der komplizierten emotionalen und geschäftlichen Bindungen zwischen Özdil und Sahin allzu glatt aus. Deutlich besser war die Geschichte um Leonie Krüger geglückt, die durch ihre vielschichtigen Figuren außerdem noch Raum für nachdenkliche Zwischentöne ließ.
 
Und Gro Swantje Kohlhoff noch eine Glanzrolle bot: Als überforderte und verzweifelte Mutter lieferte Kohlhoff eine regelrechte Glanzleistung ab. Insgesamt ein gelungener "Neustart" und eine gute Voraussetzungen dafür, dass auch die neue Staffel das Niveau ihrer Vorgänger halten wird.


 
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