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TV-Kritik: "Nichts versäumt": Wo blieb die englische Nena?

Von Das ZDF feierte das 40-jährige Bühnenjubiläum der Pop-Ikone Nena in einer großen Samstagabendshow. Zur Gala kamen viele Promis. Leider aber fehlte jemand.
Die japanische Band Scandal mit Nena und Gianna Nannini. Foto: ZDF/Richard Hübner Fotografie Die japanische Band Scandal mit Nena und Gianna Nannini.
Schön, dass das ZDF ihr die beste Sendezeit gegeben hat: Wenn jemand wie Nena vierzigjähriges Bühnenjubiläum feiert, kann die Bühne ja wohl gar nicht groß genug sein. Ende 1977 traf Rainer Kitzmann die damals 17-jährige in der Hagener Diskothek Madison und holte sie als Sängerin in seine Band The Stripes. Die lösten sich zwar vier Jahre später auf, aber schon wenige Monate später gelang Nena mit "Nur geträumt" der große Durchbruch. Die Neue Deutsche Welle hatte ihr Fräuleinwunder.
 
Dementsprechend gab es auch die prächtige Jubiläumsgala für "die Frontfrau der deutschen Musikszene" (O-Ton von Moderator Thomas Gottschalk) mit jeder Menge alter Weggefährten und weiterer illustrer Gratulanten bis zu Italo-Rockerin Gianna Nannini und Eurythmics-Gründer Dave Stewart. Popgrößen wie Sasha oder Wanda lieferten mit "Lass mich Dein Pirat sein" oder "Noch einmal" ihre eigenen Interpretationen von Nenas Hits. Die Schwedin Zara Larsson steuerte mit klassischer Instrumentierung eine besonders gelungene englische Version von "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" bei.

Wo blieb Kim Wilde?

Und gerade Zara Larsson hinterließ dabei jenes Gefühl, dass jemand fehlte. Mit "Anyplace, anywhere, anytime" landete Nena im Jahr 2003 im Duett mit Kim Wilde einen Nr.1-Hit in Österreich und in den Niederlanden. In Deutschland schaffte es das Lied auf den dritten Platz. Es war auch dieser Volltreffer, der Nena nach einigen kommerziell durchwachsenen Jahren einen phänomenalen Neustart ermöglichte.

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Schade deswegen, dass Kim Wilde an dem Abend nicht mit dabei war! Wilde ist quasi die englische Nena: im gleichen Jahr 1960 geboren und mit Liedern in einem sehr ähnlichen Stil erfolgreich: Beide mischen fetzige Melodien und romantische Zwischentöne, kombiniert mit größter Eingängigkeit. Hörer können das besonders leicht nachvollziehen, wenn sie Nenas ersten Hit "Nur geträumt" einmal mit Kim Wildes erstem Hit "Kids in America" vergleichen. Ansonsten lieferte die Sendung Nena-Fans aber durchweg Vollbedienung.

Der Anfang mit The Stripes

Natürlich konnte sich dabei auch ihre Patchwork-Familie musikalisch präsentieren. Es klang nicht schlecht. Musikfans dürften sich außerdem besonders für Nenas Anfänge mit The Stripes interessiert haben: Möglicherweise hätte die Band Anfang der 1980er auch von der Neuen Deutschen Welle profitieren können. Absoluter Höhepunkt der Show war aber der Auftritt Nenas mit ihrer Originalband und "Nur geträumt" – ein Moment, der den Saal so richtig zum Kochen brachte und der auch bei Youtube wieder für höchste Klickzahlen sorgen wird.
 
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