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TV-Kritik: "Schneeblind": Abschied von den Bergrettern

Von Die bisher letzte Episode beweist noch einmal eindrucksvoll die Stärken der seit Jahren beliebten Actionserie des ZDF.
Für eine dichte Spannung sorgen in der letzten „Bergretter“-Episode nicht nur die eindrucksvoll gefilmten Szenen im Schnee. Foto: Thomas R. Schumann Für eine dichte Spannung sorgen in der letzten „Bergretter“-Episode nicht nur die eindrucksvoll gefilmten Szenen im Schnee.
Die Mittzwanzigerin Valerie (Marie Nasemann) stapft durch den Schnee mit dem Musiker Roland (Michael Roll). Sie wollen zu einer Berghütte, doch es gibt massive Probleme: Roland ist so gut wie schneeblind. Dann schlägt das Wetter um, dichter Nebel zieht auf. Roland stürzt über einen Abhang, wobei er und Valerie sich erheblich verletzen. Ihre Mutter Babette (Marion Mitterhammer) meldet sich nach einem Anruf ihrer Tochter bei der Bergrettung, doch bei dem starken Nebel ist an einen Hubschraubereinsatz nicht zu denken. Auch die Ortung wird schwierig.
 
Für das Team um Markus Kofler (Sebastian Ströbel) drängt die Zeit, denn Valeries Handy-Akku wird leer und sie hat nicht die geringste Ahnung, wo sie sich befindet. Dazu tauchen immer mehr Fragen auf: Warum wollte die junge Frau überhaupt auf die Berghütte? Dazu stellt sich heraus, dass sie im dritten Monat schwanger ist, und das nicht von ihrem Verlobten Tim (Ben Münchow), der keine Ahnung hatte. Es gibt weitreichende Verbindungen in die Vergangenheit, in die auch Valeries Mutter zusammen mit Roland verstrickt ist.
 

Spannender als viele "Tatort"-Krimis

 
Ein hohes Maß an Dramatik - wenigstens ein bisschen was davon wünscht man sich auch bei vielen "Tatort"-Krimis – gehört seit jeher zu den Vorzügen der "Bergretter". Es sind die Stärken eines guten B-Films, seine Laufzeit ohne Durchhänger zu gestalten. So auch hier: Es gibt keine lange und umständliche Einführung. Die Handlung geht gleich in die Vollen, die Spannung steigt umgehend auf ein hohes Maß und lässt bis zum Schluss auch nicht mehr nach. Ein paar private Einschübe über die Bergretter dehnen sich nicht zu stark aus und bleiben darum im Hintergrund.  

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Zu den vielen gefährlichen Situationen mit stellenweise haarsträubenden Kletter- und Klippenszenen kommt hier noch ein sehr schön eingearbeitetes und emotional intensives menschliches Drama, und das gleich in doppelter Hinsicht: Es betrifft nicht nur das Dreiecksverhältnis zwischen Valerie, Tim und dessen besten Freund, sondern auch die Vergangenheit ihrer Mutter. Gespielt und handwerklich gemacht ist das von allen Beteiligten sehr gut.
 

Bis zum nächsten Jahr

 
Die eindrucksvollen Bergpanoramen und passende Musik sorgen dafür, dass es dem Zuschauer auch bei ruhigeren Szenen nicht langweilig wird. "Die Bergretter" haben nicht umsonst seit sieben Jahren und fünfzig Folgen - "Schneeblind" ist die letzte Episode der achten Staffel - ein treues Publikum, das der Reihe garantiert auch in Zukunft die Stange halten wird.
 

 
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