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TV-Kritik: "Sitzheizung gibt’s nicht!": Promis bei Benzingesprächen

Von Mal was ganz Neues: Michael Kessler nimmt Promis im Oldtimer mit auf eine Vergnügungstour. Diesmal mit Tim Mälzer und Guido Cantz.
Moderator Guido Cantz (l.) und Michael Kessler (r.) in der offenen Ente am Rhein in Köln. Foto: ZDF und Frank W. Hempel Moderator Guido Cantz (l.) und Michael Kessler (r.) in der offenen Ente am Rhein in Köln.
Michael Kessler zeigt sich momentan im Zweiten gut vertreten. Nachdem er sich in der Reihe "Kessler ist…" schon in Conchita Wurst oder Uwe Ochsenknecht verwandeln durfte, nimmt er in seinem neuen Format "Sitzheizung gibt’s nicht!" Promis mit auf große Fahrt. Besser gesagt, er lädt sie ein und sie steigen zu ihm ins Auto und drehen auf dem Beifahrersitz ein paar Runden. Das Auto ist speziell auf jeden einzelnen Fahrgast zugeschnitten, in positiver oder negativer Hinsicht.
 
Und die Kamera ist immer dabei, innen wie außen. Ein Konzept also, das im Wesentlichen von der Spontanität lebt. Es gibt kein Drehbuch und keine vorgeschriebenen Themen. Auch kann das Geschehen jederzeit von außen beeinflusst werden, etwa durch Zurufe aus einem anderen Autofenster. Ziel dabei ist, die Promis so natürlich und unverkrampft wie nur möglich vor die Linse zu kriegen. Wo sind ihre Schwächen, wie sind sie privat, was mögen sie abseits von ihrem Beruf besonders gerne?

Goggo- Coupé statt US-Oldtimer

Tim Mälzer zeigt sich dafür in der dritten Folge der Show schon von seinem Naturell als Idealkandidat: ein sehr natürlicher und offener Typ, der auch peinliche Züge nicht verschweigt – etwa der, ein Messie in seinem Auto zu sein. Und eine Vorliebe für US-Oldtimer wie einen GMC Pick-up von 1948 oder einen Ford Mustang Fastback von 1968 kultiviert. Von daher hat es etwas leicht Sadistisches, wenn Kessler den etwas mit seinen Pfunden kämpfenden Mälzer ausgerechnet im Goggomobil TC Coupé abholt. Mälzer jammert denn auch demonstrativ.
 
Auf der Fahrt geht es natürlich auch um PS-Haltiges wie eine Fahrt im Renn-Taxi oder eine Anekdote über eine Begegnung mit Niki Lauda auf der Rennstrecke. Etwas Regie oder wenigstens Disziplin von Mälzer und Kessler wäre an manchen Stellen nicht schlecht gewesen: Wenn beide gleichzeitig reden, Musik rauscht und noch dazu das Dröhnen von Verkehr sich bemerkbar macht, muss man manchmal schon etwas genauer hinhören, um das Gesagte zu verstehen.

In der Ente durch Köln

Zusammen mit ein paar Hamburger Impressionen – Straßen, ein Café und eine urige Eckkneipe – gerät das aber dennoch recht kurzweilig, zumal die Sendung auch nur knapp 30 Minuten dauert. Nächste Station: Moderator Guido Cantz in Köln, den Kessler in einer klassischen Ente abholt. Und das sogar mit offenem Dach: In Köln herrschte bei den Dreharbeiten schönes Wetter, während es in Hamburg nieselte.

Auch hier standen persönliche Erinnerungen im Vordergrund: So etwa über Urlaubsfahrten in der Ente. Und so mancher Zuschauer dürfte sich an seine eigene Schulzeit erinnert gefühlt haben: Der urige Franzose war damals neben dem Renault 4 das Schüler-Auto Nr.1. Kesslers Sendung weckte nostalgische Erinnerungen und zeigte sich auch dadurch ziemlich unterhaltsam.

Folge verpasst? Hier nochmal ansehen!

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