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TV-Kritik: "Stürmische Zeiten": Lohnen sich weitere Folgen?

Von Der erste Teil der neuen ARD-Reihe "St. Josef am Berg" geriet eher skurril als wirklich überzeugend. Funktioniert die Fortsetzung besser?
In der Politik sind Svea (Paula Kalenberg) und ihr Schwiegervater Joseph (Harald Krassnitzer) erbitterte Gegner. Foto: (ARD Degeto/Programmplanung und P) In der Politik sind Svea (Paula Kalenberg) und ihr Schwiegervater Joseph (Harald Krassnitzer) erbitterte Gegner.

Idealistische Schwiegertochter gegen geschäftstüchtigen Bürgermeister, smarte Küstenbewohner und sture Bergbauern – die Fronten in der neuen ARD-Reihe "St. Josef am Berg" wurden schon im Auftakt "Berge auf Probe" am letzten Freitag klar verteilt. In der Fortsetzung "Stürmische Zeiten" prallen die Gegensätze nun teilweise recht wirkungsvoll aufeinander, nachdem Svea Classen (Paula Kalenberg) Bürgermeisterin der Gemeinde Klamm geworden ist.

Von dort aus kann sie ihrem hinterhältigen Schwiegervater noch mehr Steine in den Weg legen, denkt sie. Allerdings hatte Joseph Pirnegger (Harald Krassnitzer) ohne ihr Wissen auch die Finger im Spiel, als sie ins Amt gelangte.  Währenddessen versucht Classen aber weiterhin, den Bergbauern zu helfen, deren Existenz durch einen geplanten Park in Gefahr gerät. Aber auch an privaten Problemen fehlt es nicht.

Wandern für die tolle Landschaft

Viel Handlung also, und wie schon der erste Teil zeigt auch die Fortsetzung Schwierigkeiten, ihre einzelnen Episoden sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Eine Wanderung von Sveas Mutter mit ihrer Enkeltochter dient zum Beispiel weniger als integrierter Bestandteil der Handlung, sondern eher dazu, die spektakuläre Natur ins Bild zu rücken. Wobei der Wanderweg an reißenden Bächen und schroffen Felswänden allerdings optisch tatsächlich was her macht.

Insgesamt funktioniert die Fortsetzung aber schon deutlich besser. Im Handlungsverlauf kommt besonders eine Stärke der Reihe zum Tragen: der ambivalent gezeichnete Charakter Joseph Pirneggers, wobei Krassnitzer die dadurch bedingte schauspielerische Herausforderung sichtlich genießt. Dass Pirnegger stets in der Zwickmühle steckt, einerseits seine Pläne durchsetzen zu wollen, zugleich aber seinen Sohn und seine Schwiegertochter in seiner Nähe zu halten, sorgt dabei für eine durchgehende Grundspannung.

Drehbuch und Regie finden für seine Situation auch unangestrengt passende Bilder, so wenn er plötzlich allein am Esstisch sitzt, den er zuvor mit seiner Familie teilte. Paula Kalenberg setzt wirkungsvoll auf Charme und lebhaftes Mienenspiel, und auch eine Prise Klamauk wirkt nicht deplatziert. Insgesamt zeigt sich "Stürmische Zeiten" also als durchaus geeignet für weitere Geschichten aus den Bergen.

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