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TV-Kritik: "Tage der Angst": Wenn ein kleines Mädchen verschwindet

Von Die sechsjährige Stella wird entführt und ein toter Mann taucht auf. Die neue Episode aus "Der Kommissar und das Meer" fesselt auch durch sehr gute Schauspieler.
In die Enge getrieben: Der bullige Viggo Swensson (Victor von Schirach, r.) bedroht Ole Isaksson (Douglas Johansson, l.). Bild: ZDF und Stephan Rabold Foto: Stephan Rabold In die Enge getrieben: Der bullige Viggo Swensson (Victor von Schirach, r.) bedroht Ole Isaksson (Douglas Johansson, l.). Bild: ZDF und Stephan Rabold
Frankfurt. 

Lasse und Ellie Wallin führen ein gutsituierte Leben mit ihren beiden Töchtern Stella (Nolia Albihn) und Lucy (Felicia Truedsson). Doch plötzlich ist die kleine Stella verschwunden, nur ihre Hose findet sich. Und eine Leiche: Nils Holm (Eric Krogh), ein Kleinkrimineller. Kommissar Robert Anders (Walter Sittler) steht vor einem Rätsel: Haben der Tote und das verschwundene Mädchen etwas miteinander zu tun? Als eine Forderung nach Lösegeld eintrifft, spitzt sich die Situation zu.

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Nicht nur Lasses und Ellins Nerven sind zum Zerreißen gespannt, sondern auch die von Ole Isaksson (Douglas Johansson), Lasses bestem Freund. Sollen sie die Polizei informieren? Die Drohung des Entführers in diesem Fall ist eindeutig. Ole Isaksson hat noch einen weiteren Grund, die Polizei zu fürchten. Und Lucy verbindet mit Oles Tochter Ronja (Josephine Wohlström) nicht nur engste Freundschaft, sondern auch ein düsteres Geheimnis, das mit Stellas Entführung zu tun hat.

Auch bei Sonne wirken die Wälder

Im Vergleich zu den insgesamt sechs von Miguel Alexandre inszenierten Vorgängern hat Regisseur Thomas Roth – der mit diesem Film seinen mittlerweile siebten Krimi um Kommissar Anders vorlegt – nicht krampfhaft nach einem neuen Konzept gesucht. Dass der Film weniger düster wirkt, liegt einfach an der sommerlichen Drehzeit, und statt Nässe und dichtem Schnee gibt es durchweg blauen Himmel. Wobei man erstaunt feststellt, dass Schwedens Wälder und Seen selbst unter diesen Umständen eine reizvolle Filmkulisse abgeben.

Auch sonst lässt sich gegen die 23. Episode aus dem  ZDF-Dauerbrenner – die Reihe gibt es schon seit dem Jahr 2007 – nicht viel sagen. Mitunter haben Drehbuch und Regie zwar ein wenig Mühe, die vielen Aspekte der Geschichte schlüssig in den Handlungsverlauf zu integrieren. Speziell aus den pubertären Problemen Lucys, die nicht ausreichend auf ihre Schwester aufpasste, und ihrem Verhältnis zu ihrer besten Freundin wäre noch mehr herauszuholen gewesen.

Schwedische Schauspieler besonders stark

Reichlich seltsam erscheint dagegen die Szene, in welcher Anders‘ Stiefsohn aus einem Alptraum erwacht und von Anders getröstet werden muss. Zeitweise wackelt deswegen die Balance zwischen den Figuren. Der Hauptplot um den wettsüchtigen Ole  ist allerdings schlüssig aufgebaut, verzichtet auf übermäßige Tragik und zeigt ordentlich Tempo.

Die überwiegend schwedischen Schauspieler Douglas Johansson, Victor von Schirach, Eric Krogh und die beiden Jungdarstellerinnen Felicia Truedsson und Josephine Ewaldström kommunizieren ihre Rollen durchweg bestens. Auch an etwas Action haben die Macher gedacht und wie in vielen ZDF-Freitagskrimis schön umgesetzt: Der bleihaltige Schluss rundet den guten Eindruck ab.

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