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TV-Kritik: "Terra Xpress": Von Kuhglocken bis Campingfrust

Von Die neue Folge der kleinen "Terra X"-Schwester verarbeitete viele unterschiedliche Themen zu einem bunt gemischten Allerlei.
Milchbäuerin Regina Killer kämpft für den Erhalt von Kuhglocken. Foto: Marta Werner Milchbäuerin Regina Killer kämpft für den Erhalt von Kuhglocken.
Was haben bimmelnde Kühe und Ärger wegen Kuhglocken, ein  Rentner-Ehepaar, das sich wegen angeblicher Mautprellerei mit einer saftigen Geldstrafe konfrontiert sah, ein Motorrad-Urlauber mit Ärger in einem fremden Land wegen einer nicht durchgeführten Untersuchung in Deutschland, dazu die Probleme einer Familie auf einem der größten Campingplätze Europas und Eindrücke von einer Truppe Radfahrer im Gebirge miteinander zu tun? Im Grunde herzlich wenig.

All diese Themen fasst "Terra Xpress" aber in nur einer halben Stunde Sendezeit zusammen. Seit 2011 läuft die Reihe schon quasi als kleine Schwester von "Terra X", und hier sind Parallelen zu dem ZDF-Klassiker kaum ersichtlich. Die Sendung zeigte sich eher als bunte Zusammenstellung aus allerlei Gebieten von Urlaubsimpressionen von Campern und Radlern  bis zu Problemen mit Nachbarn bei der Viehzucht.  


Kuhglocken sind nützlich

Der Streit um die Kühe zeigte anfangs eine gewisse Komik auf. Allerdings weckte die Episode auch Verständnis für die Lage von Viehzüchtern: Kuhglocken sind keinesfalls nur touristische Folklore, sondern erleichtern den Besitzern der Tiere  bei Nacht und Nebel auch das Auffinden der Tiere erheblich. GPS-Signale sind da im Vergleich deutlich schwieriger zu handhaben.  

Die Erlebnisse der Camper auf einem der größten Campingplätze Europas weckte mitunter leichte Erinnerungen an Gerhard Polts Urlaubssatire "Man spricht deutsh". Wer hätte schon in Italien damit gerechnet, dass es dort um die Mittagszeit eine Ruhepflicht auf Campingplätzen gibt? Allerdings vermisste man am Ende einen Kommentar der Camper, was sie denn eigentlich an einem so hoffnungslos überlaufenen riesigen Campingplatz so faszinierte. 

Radfahren bergauf

Nicht jeder sucht allerdings Ruhe im Urlaub – manche sportliche Radfahrer zieht es zu Gewalttouren mit Aufstieg über viele Höhenmeter ins Gebirge. Die fahrerischen Herausforderungen wurden an vielen Stellen deutlich. Ein Beitrag, der inhaltlich zwar vorwiegend begeisterte Radler interessiert haben dürfte, aber durch fantastische Aufnahmen faszinierte.

Als emotionalster Beitrag kristallisierte sich jedoch der Bericht über das Rentner-Ehepaar heraus, das sich wegen angeblicher Mautprellerei mit einer hohen Geldforderung konfrontiert sah. Am Ende war die Geldforderung noch erheblich gestiegen. Insgesamt zeigte sich der Schaden von enigen hundert Euro für das Ehepaar zwar noch als überschaubar, aber die kaltschnäuzige Behördenwillkür, die dabei deutlich wurde, hinterließ dennoch ein ungutes Gefühl.

Die ganze Folge gibt es hier
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