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TV-Kritk: "The Code": Ganz gut gemacht

Von Zwei ungleiche Brüder werden von der Polizei erpresst, bei der Jagd auf Verbrecher zu helfen: Arte zeigt die zweite Staffel der erfolgreichen australischen Thriller-Serie.
Ned (Dan Spielman) recherchiert die Verwicklungen der australischen Regierung in West-Papua. Foto: (ARTE France) Ned (Dan Spielman) recherchiert die Verwicklungen der australischen Regierung in West-Papua.

Wie, aus Australien? Kulturell macht der fünfte Kontinent ja nur selten von sich reden. Für das Dschungelcamp können die Australier schließlich nichts. Was die Musik betrifft, kennen zwar die allermeisten AC/DC, mit Rose Tattoo sieht es leider schon schlechter aus. Und in Sachen Film dürften sich einige Fans noch an den hervorragenden "Picknick am Valentinstag" von Regisseur Peter Weit erinnern. Aber mittlerweile verblasst selbst die Erinnerung an "Mad Max".
 
"The Code" könnte das ein Stück weit ändern. In der Serie steht das Brüderpaar Jesse (Ashley Zukerman) und Ned Banks (Dan Spielman) im Mittelpunkt: Ersterer ein autistischer Computerspezialist, sein Bruder ein Redakteur mit stagnierenden Karriereaussichten. edie werden in der ersten Staffel in ein Netz aus politischen Verschwörungen und komplizierten Verbindungen in höchste Kreise  hineingezogen, der mit einem Mord an einem jungen Mädchen beginnt.

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Auch in der zweiten Staffel steht ein Mord am Anfang, in der endlosen Dschungellandschaft von West-Papua diesmal. Und für Jesse und Ned interessiert sich die australische Bundespolizei. Nur eine Unterschrift fehlt noch, um die beiden Brüder an die US-Justiz zu überstellen. Aber die Polizei braucht ihre Hilfe, um Verbrechen im Darknet aufzuklären. Es geht dabei vor allem um die Entführung eines Jungen für pädophile Zwecke.
 
Die Kriminalbeamten unterbreiten den Banks-Brüdern deswegen ein Angebot, das sie nicht ablehnen können und das einige Zuschauer an Luc Bessons "Nikita" erinnern dürfte. Auch sonst plündert auch die zweite Staffel "The Code" sich fröhlich durch die Versatzstücke aus allerlei Krimis. Als neu im Vergleich zu anderen Serien dürfte der Zuschauer den Kontrast zwischen der flimmernden Welt des Internets und dem dampfenden Dschungel erfahren.
 
Beim Lesen weckt das zunächst ungute Erinnerungen an so schwache "Tatort"-Episoden wie "HAL" oder "Borowski und das dunkle Netz". Die scheiterten allesamt alleine schon am überzogenen Anspruch, zugleich Krimi und die entsprechende Persiflage dazu sein zu wollen. "The Code" begeht diesen Fehler nicht. Die Serie zeichnet sich dadurch aus, handfeste Spannung liefern zu wollen, und das meistert sie auch nicht schlecht.
 
"The Code" konzentriert sich trotz hoher politischer Mitspieler mehr auf seine Protagonisten als auf das Aufzeigen von Strukturen, weswegen die Serie nicht in Gefahr gerät, sich zu einem Thesenfilm zu entwickeln. Auch wer die erste Staffel noch nicht kennt, sollte sich schnell zurechtfinden. Die Inszenierung hätte zwar mitunter etwas mehr  Ehrgeiz zeigen dürfen, aber für ordentliche Krimi-Spannung reicht das Gebotene allemal.







 

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