Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

TV-Kritik: "Um Himmels Willen": Neuer Ärger für Kloster Kaltenthal

Von Der Serien-Dauerbrenner kommt zurück und bringt schon zum Auftakt "Junggesellenabschied" eine gelungene Hauptgeschichte.
Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper, r.) und sein Spezi Huber (Wolfgang Müller, l.) gewinnen im Spielcasino. Foto: ARD/Barbara Bauriedl Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper, r.) und sein Spezi Huber (Wolfgang Müller, l.) gewinnen im Spielcasino.
Über Arbeitsmangel kann sich Fritz Wepper (75) nun wahrlich nicht beklagen: Erst vor knapp zwei Wochen als ermittelnder Psychiater Wendelin Winter in der Reihe "Mord in bester Gesellschaft" aus dem Amt geschieden, kommt er nun als intriganter Bürgermeister Wolfgang Wöller der niederbayrischen Gemeinde Kaltenthal zurück, um den Nonnen im örtlichen Kloster mit seinen Plänen das Leben schwer zu machen.

Und sich schon in der Auftaktfolge darüber zu grämen, dass er wieder mal den Goldenen Bierkrug, eine Auszeichnung seiner Partei für erfolgreiche Bürgermeister, nicht in den Händen halten wird. Die Don Camillo und Peppone-Variante gehört zu den langlebigsten und erfolgreichsten deutschen TV-Serien. In Zahlen: Die neu beginnende Staffel ist die sechzehnte, die erste Folge die Nummer 196.
 

Mutproben mit weit reichender Wirkung

 
So was funktioniert natürlich nur, wenn die Macher das Personal auch adäquat beschäftigen. Und deshalb geht es hier nicht nur um den Goldenen Bierkrug, sondern auch um behördliche Einsprüche von Hannes Rach (Christoph Hagen Dittmann) von der Bauaufsichtsbehörde gegen geplante Seminare im Kloster. Vor allem aber um Louisa Gruber (Laura Tashina Fritsch, eine Braut, deren angehender Ehemann sich von seinen Kumpanen zu einer Reihe potentiell hochriskanter Mutproben hat drängen lassen.

Film verpasst? Hier geht es zur Mediathek

Sie kommt deswegen zum Kloster und bittet Schwester Hanna (Janina Hartwig) um Hilfe. Es geht um einen Bungee-Sprung, einen Ausflug ins Spielcasino und ein hochriskantes Autorennen. Dieser Handlungsstrang sorgt auch am meisten für Sog in die Geschichte: Es geht dabei auch im weitesten Sinne ums Erwachsenwerden und das Empfinden von Selbstbewusstsein. Die Geschichte geht angesichts der kurzen Laufzeit überraschend in die Tiefe und kann auch beim Autorennen mit einem überraschenden Ende überzeugen. 

Mit Spielcasino zum Goldenen Krug

 
Daneben darf Wolfgang Wöller schon wieder die nächste Idee ausbrüten: die Eröffnung eines Spielcasinos. Seine Konkurrentin Patrizia Berghammer (Monika Gruber), die ihm den Goldenen Bierkrug vor der Nase weggeschnappt  hat, konnte damit ihrer Gemeinde einen finanziellen Segen präsentieren. Es bedarf keiner großen Sehergabe, dass dieser Plan für neuen Zoff mit dem Kloster führen wird. Denn wo sonst sollte das Casino entstehen?

Positiv fällt an der Serie zudem auf, dass die Macher das Klosterleben mit Humor zeichnen, ohne es der Lächerlichkeit preiszugeben. Die geschraubten Dialoge und nervig überbetonten Witz wie in der Reihe "Pfarrer Braun" muss hier niemand über sich ergehen lassen. Die laufende Staffel wird auch deswegen bestimmt nicht die letzte bleiben.
 
Zur Startseite Mehr aus TV-Kritik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse