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TV-Kritik: "Unerwünscht": Stimmig kombiniert

Eine attraktive Frau auf der Flucht und ein abgelegenes Nest, in dem es unter der Oberfläche gärt: Die Zutaten der Serie aus Kanada lohnen das Anschauen.
Die attraktive Mittvierzigerin Sarah (Macha Limonchick) löst in dem abgelegenen Ort Fatale Station zusätzlich Unruhe aus. Foto: Fabrice Gaétan Die attraktive Mittvierzigerin Sarah (Macha Limonchick) löst in dem abgelegenen Ort Fatale Station zusätzlich Unruhe aus.
Man kennt diese Western, die damit anfangen, dass irgendein Fremder in einen Ort kommt. Meistens ein verschlafenes Nest, wo ein Einzelner sofort auffällt. Wo jemand alle Fäden in der Hand hält und allerlei Verborgenes vor sich hin köchelt. Ähnlich geht es in dieser kanadischen Serie auch Sarah Dembski (Macha Limonchik), die es in einen entlegenen Ort mit dem sprechenden Namen "Fatale Station" und überschaubarer Einwohnerzahl  in der Wildnis Kanadas verschlägt.

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Dort möchte sie sich vor einem gewalttätigen Mann verstecken, dem sie in den ersten Minuten knapp entkommt. Aber als sie sich dort einzumieten will, bekommt sie umgehend Ärger mit der mächtigen Jean O’Gallagher (Micheline Lanctôt), einer mächtigen älteren Frau, ohne die im Ort fast nichts läuft.  Die attraktive Mittvierzigerin Sarah ist genau der Typ Frau, vielen Männern im Ort den Kopf zu verdrehen.

Der Western schimmert immer wieder durch

Die Westernmotive ziehen sich wie ein roter Faden durch die Folgen der Geschichte, vom Huftier über die Flinte bis zur Abrechnung, Rache und den indianischen Ureinwohnern. Natürlich ist Sarah nicht zufällig in Fatale Station gelandet, aber an Konflikten mangelt es unter den Dorfbewohnern auch sonst nicht. Immer wieder geht es dabei um unerwiderte Gefühle erotischer Anziehung, Aggressionen und Gewalt auch gegen Außenseiter.
 
Gemacht ist das Ganze nicht übel. Das dichte Drehbuch bringt die Konflikte zügig auf den Punkt und schafft es vor allem, die daraus folgenden Auseinandersetzungen auch über eine lange Laufzeit hinweg spannend zu gestalten. Die eine oder andere kleine Unlogik lässt sich dabei verschmerzen, weil die Dorfbewohner nicht simpel in Schwarz und Weiß aufgeteilt, sondern durchweg facettenreich und ambivalent angelegt sind.

Nicht nur Gut und Böse

Auch wenn sie abstoßen, offenbaren sie doch immer wieder Charakterzüge, die zur Identifikation einladen. Das hält die Aufmerksamkeit hoch. Dazu kommt, dass die Serie über ihre Hauptfigur viel zum Thema Durchsetzungsvermögen, Beharrlichkeit und Selbstbehauptung erzählt. Ein Motiv, dass sich auch im Verhalten der Ureinwohner spiegelt, die um ihre Rechte kämpfen. Insgesamt ergibt sich daraus eine gelungene Kombination aus Krimi und Gesellschaftsdrama.  
 
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