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TV-Kritik: "Vorstadtweiber": Ein absolutes Muss!

Von Die hinterhältigen Luxusweibchen sind mit neuer Staffel zurück. Den Auftakt sollten Sie keinesfalls verpassen.
"Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin" und die ORF-Quotenqueens zurück in die "Vorstadt". Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel sind Adina Vetter, Gerti Drassl, Nina Proll, Martina Ebm und Maria Köstlinger (v.l.n.r.)  zurück in der titelgebenden Vorstadt. Und so viel ist sicher: Der Kampf der Geschlechter kann auch noch böser, noch besser und noch bizarrer werden, als er schon begonnen hat. So finden sich die sündigen Ladys mitten zwischen finanziellem Fiasko, öffentlichem Skandal, düsteren Geheimnissen, letztem Willen, bedrohten Existenzen, Geburtshilfekursen und platzenden Bomben wieder - bis schließlich alles anders kommt, als man denkt.  Bild: ARD/ORF/Thomas Ramstorfer" (S1). ARD Programmdirektion/Bildredaktion Foto: ARD/ORF/Thomas Ramstorfer" (S1). ARD Programmdirektion/Bildredaktion "Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin" und die ORF-Quotenqueens zurück in die "Vorstadt". Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel sind Adina Vetter, Gerti Drassl, Nina Proll, Martina Ebm und Maria Köstlinger (v.l.n.r.) zurück in der titelgebenden Vorstadt. Und so viel ist sicher: Der Kampf der Geschlechter kann auch noch böser, noch besser und noch bizarrer werden, als er schon begonnen hat. So finden sich die sündigen Ladys mitten zwischen finanziellem Fiasko, öffentlichem Skandal, düsteren Geheimnissen, letztem Willen, bedrohten Existenzen, Geburtshilfekursen und platzenden Bomben wieder - bis schließlich alles anders kommt, als man denkt. Bild: ARD/ORF/Thomas Ramstorfer" (S1). ARD Programmdirektion/Bildredaktion
Ach Mädels, was haben wir euch vermisst! Endlich sind Maria (Gerti Drassl), Waltraud (Maria Köstlinger), Nicoletta (Nina Proll); Caro (Martina Ebm) und Sabine (Adina Vetter) wieder da. Die erste Staffel war vergangenes Jahr auch in Deutschland ein Quotenhit. Dabei sind die Damen aus der besseren Wiener Gesellschaft gar nicht so toll: Eitel, missgünstig, rach- und sexsüchtig, fies und gelegentlich auch ein wenig mörderisch. Aber vor allem nie um einen guten Spruch oder eine freche Antwort verlegen.
 
Was man am letzten Münsteraner "Tatort" schmerzlich vermisste - nämlich richtig bösen und gehässigen Wortwitz - den gibt es hier als volle Dosis. Da sitzt die schwangere Waltraud - Vater ist der 16jährige Sohn ihrer Freundin Maria - mit einer besonders klugen Mutti samt Sohn in einem Freiluft-Cafeteria und darf sich anhören, wie man die Zukunft des Kindes richtig plant: so die Anmeldung im richtigen Kindergarten. Auf ihren Einwand, ihr Kind wäre ja  nicht einmal auf der Welt, bekommt die zur Antwort: "Ich hab den Oscar angemeldet, da war ich noch nicht einmal schwanger!"
 

Erotische Verwicklungen und Seitensprünge

 
Schon allein die ausgefeilte Bösartigkeit der Dialoge macht den Auftakt zu einem absoluten Muss. Und wenn sie nicht lästern, spinnen sie ihre Intrigen. Es bahnen sich spannende Verwicklungen an: Caro schleppt ihren widerstrebenden Gatten Hadrian (Bernhard Schir) zur Sexualtherapie, weil im Bett nichts mehr läuft. Dabei verplappert sich der Gatte im unpassenden Moment, er kann nämlich nicht zweimal hintereinander - doch beim ersten Mal war Caro gar nicht dabei. Sie bekommt einen Rat, wie sie den ungetreuen Gatten bei der Stange hält, und den setzt sie auch um...
 
Maria wurde bereits in der ersten Staffel von ihrem Mann Georg (Juergen Maurer) betrogen. Sie rächte sich, indem sie ihn mit dem Auto gegen die Wand quetschte und sich ihrerseits mit einem Stricher vergnügte. Letzteres zeigt Folgen. Maria wird nicht nur Oma, sondern auch Mutter. Nicoletta kommt aus dem Knast raus und wird von ihrer Freundin zur Geschäftsführerin in deren Restaurant eingesetzt. Und es kommt wieder zu den konspirativen Treffen zwischen Hadrian, dem Lobbyisten Bertram Selig (Lukas Gregorowicz) und Georg.
 

Versöhnungsfeier mit bösem Schluss

 
Letzterer rollt jetzt nicht mehr im Smart, sondern im Rollstuhl an. Aber nicht dass das seine sauberen Freunde besonders rühren würde: "Der Smart war ja schon peinlich, aber das ist echt der Gipfel hier" höhnt Selig bei seinem Anblick. Aber Georg bleibt ihnen nichts schuldig. Der Auftakt macht kräftig Appetit. Drehbuchautor Uli Brée zeigt sich in Höchstform. Schwachpunkte wie der allzu dümmliche Kriminalinspektor Jörg Pudschedl aus der ersten Staffel sind zumindest in dieser Folge noch nicht auszumachen. 

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Und auch von Georgs intriganter Mutter Anna (Gertrud Roll) dürfte noch einiges zu erwarten sein. Sie wurde zwar von ihrer Schwiegertochter vor die Tür gesetzt, aber schon ihr loses Mundwerk deutet an: gebessert hat sie sich nicht. Am Ende organisiert Nicoletta eine tränenreiche Versöhnungsfeier, aber Uli Brée wäre nicht er selbst, wenn er da nicht auch gleich wieder eine richtig derbe Pointe eingebaut hätte. Welche? Sehen Sie selbst, liebe Leser - Sie werden nicht enttäuscht sein!
 

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